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Alltagstipps für zu Hause

Alltagstipps für zu Hause

Das Coronavirus greift tief in den gewohnten Alltag ein. Soziale Kontakte müssen vermieden werden und der Aufenthalt im Freien ist eingeschränkt. Sie können viel selbst dafür tun, um möglichst gesund zu bleiben. Dazu gehört, dass Sie die notwendigen Hygienemaßnahmen und Verhaltensempfehlungen befolgen. Darüber hinaus sollten Sie auch in Ihrem Alltag zu Hause auf sich achten: Essen Sie gesund, bewegen Sie sich ausreichend, schlafen Sie genug und lenken Sie sich ab.Praktische Tipps können Ihnen dabei helfen.

In Bewegung bleiben

Auch wenn Urlaubsreisen und Ausflüge momentan noch unterbleiben sollten, gegen einen Spaziergang an der frischen Luft ist nichts einzuwenden. Achten Sie darauf, dass Sie die Abstandsregeln von mindestens 1,5 Metern besser 2 Metern zu anderen Personen einhalten. Und gehen Sie nicht ausgerechnet dann spazieren, wenn es alle anderen tun, sondern wenn es etwas ruhiger ist z.B. früh morgens.

Sie können aber auch in der Wohnung aktiv bleiben. Mit unseren Bewegungstipps bleiben Sie auch in den eigenen vier Wänden aktiv. Über einen Videoanruf können Sie Ihre Bewegungsübungen auch gemeinsam mit Bekannten oder der Familie machen.

Bleiben Sie in Kontakt

Bleiben Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden und Bekannten in Kontakt. Greifen Sie wieder öfter zum Telefon und schreiben Sie Briefe, die Post wird weiterhin zugestellt. Wenn Sie sich sonst mit Ihrer Nachbarin oder Ihrem Nachbar im Treppenhaus treffen, unterhalten Sie sich jetzt vielleicht über den Balkon hinweg oder durch das geöffnete Fenster.

Für wen der Griff zum Telefonhörer nicht genug ist, der kann mit dem Smartphone, dem Tablet, Notebook oder Computer auch per Video telefonieren. Wer will, kann sogar gemeinsam per Vidoeanruf Kaffee trinken oder Spiele spielen.

Wichtig: Vereinbaren Sie feste Zeiten, zu denen Sie anrufen. Dann können sich Kinder und Enkelkinder auf das Telefonat besser einstellen. Achten Sie auch auf eine gute Internetverbindung und die richtige Beleuchtung. Wenn Sie nicht richtig gesehen oder gehört werden, macht das Videotelefonat nur eingeschränkt Spaß. Wie ein Videoanruf funktioniert, erfahren Sie hier

Informieren Sie sich

Rund um das Coronavirus gibt es zahlreiche Informationen und nicht alle sind seriös. Informieren Sie sich bei vertrauenswürdigen Quellen. Dazu gehört das Bundesministerium für Gesundheit, das Robert Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch die Gesundheitsministerien der Bundesländer, kommunale Verwaltungen und lokale Gesundheitsämter bieten seriöse Informationen.
Wie Sie seriöse Informationen erkennen, lesen Sie hier: www.infektionsschutz.de/...

Aber Achtung: Vermeiden Sie, ständig auf die neusten Nachrichten zu warten. Es ist wichtig auf dem Laufenden zu bleiben, doch das Warten auf immer neue Informationen kann in einer stressigen Situation zur zusätzlichen Belastung werden.

Denken Sie positiv und entspannen Sie bewusst

Versuchen Sie hoffungsvoll zu bleiben und sich auf die positiven Dinge in Ihrem Alltag zu konzentrieren. Entspannungstechniken und Atemübungen können dabei helfen, Stress und innere Unruhe abzubauen. Im Internet finden Sie zahlreiche Anleitungsvideos, z.B. unter www.gesundheit.gv.at/...

Bitten Sie um Unterstützung

Der eigenen Gesundheit zuliebe sollten insbesondere ältere Menschen zu Hause bleiben. Dies gilt auch für den Einkauf im Supermarkt oder den Gang zur Post. Bitten Sie, wenn möglich, Angehörige und Bekannte dies für Sie zu übernehmen. Vielerorts gibt es eine Nachbarschaftshilfe, die Unterstützung anbietet. Melden Sie sich bei Ihrer Pfarrgemeinde, ob man Ihnen dort Unterstützung vermitteln kann.

Wenn Sie bisher ältere Personen in Ihrem Umfeld unterstützt haben, überlegen Sie, ob es eine jüngere Person gibt, die dies vorübergehend übernehmen kann. 

Ernähren Sie sich gesund

Generell gilt: Die Lebensmittelversorgung in Deutschland ist gesichert. Sie müssen also keine übermäßigen Vorräte anlegen. Dennoch sollten Sie Ihren Speiseplan so gestalten, dass Sie so wenig wie möglich zum Einkaufen gehen müssen.

  • Hülsenfrüchte sowie (Vollkorn-)Reis und Nudeln können sehr gut gelagert werden, auch Milchprodukte sind im Kühlschrank gut haltbar.
  • Kaufen Sie tiefgefrorenes Obst und Gemüse und portionieren Sie es nach Bedarf.
  • Verzichten Sie auf den täglichen Gang zum Bäcker für frische Brötchen. Greifen Sie lieber zu einem geschnittenen (Vollkorn-)Brot, frieren Sie es ein und tauen Sie die Brotscheiben nach Bedarf auf.
  • Wenn Sie bereits einen Vorrat mit Eingemachten haben, greifen Sie darauf zurück.

Wie Sie Lebensmittel richtig lagern, erfahren Sie unter www.in-form.de/...

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Vergessen Sie auch nicht, ausreichend zu trinken. Wasser und (ungesüßter) Tee sind besonders gut geeignet. Auch auf Kaffee müssen Sie nicht verzichten. Im Übrigen: Es muss nicht unbedingt das Mineralwasser aus dem Super- oder Getränkemarkt sein. Leitungswasser können Sie in Deutschland bedenkenlos trinken. Das spart den Einkauf.

Seien Sie vorsichtig beim Konsum von Alkohol. Gerade in schwierigen Situationen greifen viele Menschen verstärkt darauf zurück. Zu viel Alkohol kann unter anderem Depressionen verstärken und zu Aggressionen führen.

Bitten Sie Angehörige, Bekannte oder Personen aus der Nachbarschaft für Sie einzukaufen. Sollte dies nicht möglich sein, achten Sie darauf, außerhalb von Stoßzeiten in den Supermarkt zu gehen. Nutzen Sie auch den Lieferservice von Lebensmittelgeschäften.

Werden Sie kreativ

Bei Ihnen liegt noch ein Puzzle, das Sie schon lange einmal machen wollten und Ihre Fotos wollten Sie auch schon seit einer Ewigkeit sortieren oder längst schon einmal wieder in Ruhe ein Buch lesen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Oder Sie nutzen die Gelegenheit für einen Onlinesprachkurs. Auch auf Kunst und Kultur müssen Sie nicht verzichten. Viele Konzerthäuser und Museen bieten Konzertmitschnitte und virtuelle Führungen an. Generell können Museen unter Berücksichtigung der Auflagen des Infektionsschutzes wieder öffnen.

Geschichten vorlesen

Ihre Enkelkinder sind noch klein oder in Ihrem Bekanntenkreis kennen Sie kleinere Kinder? Lesen Sie ihnen doch eine kleine Geschichte am Telefon oder über Skype vor. Vergessen Sie nicht vorher Ihren Anruf anzukündigen, damit die Familie da ist und die Kinder schon gespannt auf Ihre Geschichte sind.

Das Gedächtnis trainieren

Kreuzworträtsel, Sudoku oder eine Runde Solitaire können dabei helfen, das Gedächtnis zu trainieren. Auch Kopfrechnen, Memoryspielen oder Gedichte auswendig lernen, können dazu beitragen, geistig fit zu bleiben. Viele Tageszeitungen bieten auf ihren Webseiten kostenlose Kreuzworträtsel an. Weitere Anregungen für das Gedächtnistraining finden Sie unter anderem unter www.senioren-ratgeber.de/Gehirnjogging

Vermeiden Sie unnötige Risiken

Versuchen Sie unnötige Risiken zu vermeiden. Überlegen Sie z.B. ob es gerade jetzt notwendig ist, Gardinen zu waschen oder die Deckenlampe zu putzen und dabei einen Sturz von der Leiter zu riskieren. Auch Reparaturen am Haus oder Renovierungsarbeiten müssen im Moment nicht sein, wenn sie ein Verletzungsrisiko beinhalten.

Sprechen Sie über Ängste

Über Sorgen und Ängste mit Angehörigen und Bekannten zu sprechen, kann helfen, damit diese Gefühle nicht überhandnehmen. Tauschen Sie sich aber nicht nur über das Coronavirus aus, sondern teilen Sie auch erfreuliche Augenblicke aus Ihrem Alltag oder schmieden Sie gemeinsam Pläne für die Zukunft.

Wer sich bei seriösen Quellen informiert kann ebenfalls viel dazu beitragen, um Ängste abzubauen. Hilfe bietet auch die Telefonseelsorge unter der kostenfreien Nummer 0800/111011 oder 0800/1110222.

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Wenn Sie sich bereits in psychologischer oder psychotherapeutischer Behandlung befinden, sprechen Sie mit Ihrer Psychologin / Ihrem Psychologen bzw. Ihrer Psychotherapeutin / Ihrem Psychotherapeuten unter welchen Bedingungen Ihre Therapie fortgesetzt werden kann.

Personen mit einer leichten Depression können auch das internetbasierte, kostenfreie Selbstmanagement-Programm iFightDepression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe nutzen. Das Online-Programm ist momentan auch ohne ärztliche Begleitung zugänglich. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet auch telefonische Unterstützung unter der kostenfreien Nummer 0800 / 33 44 533.

Achten Sie auf vertrauenswürdige Hilfsangebote

Auch in der aktuellen Situation ist Wachsamkeit vor "falschen Helfern" notwendig. So fragen Betrügerinnen und Betrüger besonders ältere Menschen nach Geld für teure Medikamente und medizinische Behandlungen; angebliche Handwerker behaupten, Haus und Wohnung zu überprüfen und desinfizieren zu wollen. Geben Sie daher Unbekannten kein Geld und lassen Sie sie nicht in die Wohnung. 

Den Gottesdienst per Internet oder Telefon verfolgen

Gottesdienste können unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes wieder stattfinden. Dabei müssen die allgemeinen Abstands- (1,5 bis 2 Meter) und Hygieneregeln eingehalten werden. Teilweise ist die Personenanzahl beschränkt.Viele Gemeinden bieten ihre Gottesdienste aber per Livestream im Internet an, sodass Sie zuschauen können. Einige Gemeinden haben auch einen extra Telefonservice eingerichtet, damit Gläubige den Gottesdienst verfolgen können. Große Sonntagsmessen werden auch im Fernsehen übertragen.