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Informationen zu Corona / COVID-19

Informationen zu COVID-19 (Corona)

Hier erhalten Sie aktuelle und fachlich gesicherte Informationen rund um das Coronavirus (SARS-CoV-2) zu Übertragungswegen und Krankheitsanzeichen, zu Testverfahren und Behandlungsmöglichkeiten und warum ältere Menschen besonders gefährdet sind. Darüber hinaus erfahren Sie Wissenswertes zur häuslichen Quarantäne und zu rechtlichen Bestimmungen.

Basiswissen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Coronaviren wurden erstmalig Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch Tiere infizieren. Ein Teil der Erkältungskrankheiten des Menschen wird durch Coronaviren ausgelöst. Seit dem 11. Februar 2020 trägt das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), das vorläufig mit 2019nCoV bezeichnet wurde, einen neuen Namen: SARS-CoV-2.

SARS steht hierbei für die englische Bezeichnung für “Schweres Akutes Atemwegssyndrom”. Die Erkrankung, welche durch SARS-CoV-2 ausgelöst wird, wird mit COVID-19 (Corona) bezeichnet (Corona Virus Disease 2019).

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können und auch bei jüngeren Personen beobachtet wurden, haben einige Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe.

So steigt das Risiko einer schweren Erkrankung ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können nach einer Infektion schwerer erkranken. Grund dafür ist, dass bei älteren Menschen das Immunsystem weniger gut reagieren kann. Ein gesundes Immunsystem reagiert mit Symptomen wie Fieber auf eine Infektion. In höherem Alter können diese Symptome schwächer oder gar nicht auftreten, wodurch Erkrankte erst später zur Ärztin oder zum Arzt gehen.

Auch verschiedene Grunderkrankungen können öfter mit einem schweren Verlauf der Krankheit einhergehen. Dazu gehören

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck),
  • Diabetes mellitus,
  • Chronische Erkrankungen der Atemwege (z.B. Asthma oder COPD),
  • Erkrankungen der Leber sowie
  • Krebserkrankungen.

Eine Schwächung des Immunsystems (z. B. aufgrund einer Erkrankung oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison) scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.

Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als bei gesunden älteren Personen. Wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko ebenfalls höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.

Menschen mit sehr starkem Übergewicht haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Männer scheinen häufiger einen schweren Krankheitsverlauf zu haben als Frauen. Raucherinnen und Raucher scheinen ebenfalls häufiger von einem schweren Krankheitsverlauf betroffen zu sein.

Das persönliche Risiko sollte daher von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt individuell beurteilt werden.

Weitere Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf bietet das Robert Koch-Institut auf seinen Internetseiten. Dort finden Sie auch Hinweise zur Prävention und zum Management von COVID-19 (Corona) in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen.

Zudem gibt es Hinweise für ambulante Pflegedienste.

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) wird nach derzeitigen Erkenntnissen im normalen gesellschaftlichen Umgang in der Bevölkerung vor allem direkt von Mensch zu Mensch übertragen, z. B. beim Sprechen, Husten oder Niesen. Dabei spielen sowohl winzige Tröpfchen als auch Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und in der Luft schwebende Tröpfchenkerne oder Minitröpfchen, die so klein sind, dass man sie mit bloßen Auge nicht sehen kann) eine Rolle. Beim Atmen und Sprechen, vor allem bei höherer Lautstärke (z. B. beim Singen), oder gegebenenfalls auch bei sportlicher Aktivität werden vorwiegend Aerosole ausgeschieden. Beim Husten und Niesen entstehen zusätzlich deutlich mehr Tröpfchen. Grundsätzlich ist im Umkreis von ein bis zwei Metern um eine infizierte Person die Wahrscheinlichkeit erhöht, mit virushaltigen Tröpfchen und Aerosolen in Kontakt zu kommen. Eine Ansteckung kann erfolgen, wenn solche virushaltigen Tröpfchen an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. der Augen einer anderen Person gelangen.

Durch das Einhalten eines Abstands von mehr als 1,5 Metern kann die Exposition gegenüber Tröpfchen sowie in gewissen Umfang auch Aerosolen verringert werden. Übertragungen von Corona (SARS-CoV-2) im Freien über Distanzen von mehr als 1,5 Metern sind bisher nicht beschrieben. Das Einhalten eines Abstands von mindestens 1,5 Metern wird daher auch im Freien empfohlen, um eine direkte Exposition gegenüber Tröpfchen und Aerosolen zu minimieren.

Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen.

Um die Übertragung des Coronavirus (SARS-CoV-2) über die Luft zu vermeiden, sollten Räume, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, regelmäßig gelüftet werden. Das Tragen einer Alltagsmaske kann das Risiko einer Übertragung minimieren. Der Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen sollte, wo möglich, eingehalten werden.

Da bei der Übertragung des Coronavirus (SARS-CoV-2) auch Aerosole eine Rolle spielen, ist es nach Angaben des Umweltbundesamtes grundsätzlich denkbar, dass das Coronavirus durch Lüftungs- und Klimaanlagen weiterverbreitet werden könnte.

Bei zentralen Lüftungs- und Klimaanlagen ist die regelmäßige Wartung und Kontrolle sehr wichtig, um beispielsweise Fehlströmungen der abgesaugten Luft zu vermeiden. Wenn die Luftführung konsequent getrennt voneinander erfolgt, sodass die in einem Raum abgesaugte Luft nicht in andere Bereiche eines Gebäudes gelangen kann, besteht kein Risiko der Übertragung krankheitserregender Viren, durch infizierte Personen im Gebäude.

Trinkwasser durchläuft in Deutschland einen mehrstufigen Reinigungsprozess. Eine Übertragung des Coronavirus (SARS-CoV-2) über die öffentliche Trinkwasserversorgung ist daher nach Einschätzung des Umweltbundesamtes gemäß derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich. Trink- bzw. Leitungswasser kann bedenkenlos getrunken werden.

Das gilt ebenso für die Übertragung durch Badewasser in Hallen- oder Freibädern, das einer ständigen Aufbereitung unterliegt. Auch in Badegewässern in der Natur sind keine relevanten Konzentrationen des Coronavirus (SARS-CoV-2) zu erwarten, die eine Infektion hervorrufen könnten. Grundsätzlich aber sollten Personen, die an einem akuten Infekt der Atemwege oder an einer Durchfallerkrankung leiden, nicht baden, um andere Badende nicht zu gefährden. 

Für Schwimmbäder und Badeseen sind die derzeitigen Regelungen für das öffentliche Leben zu beachten (siehe auch Frage: „Welche Regelungen gelten derzeit für das öffentliche Leben in Deutschland?“). Sofern Schwimmbäder geöffnet haben bzw. der Aufenthalt an Badeseen erlaubt ist, sind die Hygiene- und Verhaltensregeln konsequent einzuhalten, um das Risiko einer Übertragung des Coronavirus (SARS-CoV-2) von Mensch zu Mensch zu verringern. 

Weitere Informationen zur Übertragbarkeit des Coronavirus (SARS-CoV-2) über Wasser finden Sie beim Umweltbundesamt.

Symptome (Krankheitszeichen) erkennen und richtig handeln

Die häufigsten Symptome (Krankheitszeichen) einer Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) sind Fieber über 38°C, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Kratzen im Hals. Bei einigen Personen kommt es zu einem vorübergehenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

Die Symptome (Krankheitszeichen) und deren Ausprägung, also wie schwer sie auftreten, unterscheiden sich jedoch von Person zu Person. Es gibt keine „typischen“ Symptome, mit denen sich eine COVID-19 Erkrankungen eindeutig erkennen ließe. Auch Krankheitsverläufe sind unspezifisch und variieren stark. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen. Etwas über 80 Prozent der Infizierten haben keine oder nur leichte Krankheitszeichen und können die Infektion zuhause auskurieren.

Eine Infektion kann ohne Krankheitszeichen ablaufen, es sind aber auch Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen möglich.

Etwa 17 Prozent der gemeldeten Erkrankten in Deutschland werden im Krankenhaus behandelt. Insbesondere bei schwerem Verlauf können Erkrankte an weiteren Infektionen leiden.

Neue Studien weisen darauf hin, dass unter anderem neurologische Folgen auftreten können. Auch über verschiedene Komplikationen und Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Nierenversagen sowie eine erhöhte Blutgerinnung wird berichtet. Ebenso können Beschwerden des Verdauungstraktes wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und Leberfunktionsstörungen auftreten.

Eine Orientierungshilfe, was bei Krankheitszeichen zu tun ist, gibt ein Merkblatt für Bürgerinnen und Bürger.

Wenn Sie Krankheitsanzeichen wie erhöhte Temperatur oder Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeine Schwäche verspüren, die auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) hindeuten, sollten Sie zu Hause bleiben und die Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen auf das Nötigste, um diese nicht der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen.

Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin per Telefon. Oder rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 oder eine lokale Corona-Hotline an. Diese Kontaktstellen informieren über das weitere Vorgehen. Wenn Sie nicht gleich jemanden erreichen, versuchen Sie es erneut.

In Notfällen, zum Beispiel bei akuter Atemnot, sollten Sie die Notfallnummer 112 anrufen.

Um sich und andere zu schützen, sollten Sie auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis aufsuchen.

Eine Orientierungshilfe, was bei Krankheitszeichen zu tun ist, gibt ein Merkblatt für Bürgerinnen und Bürger. 

Nachdem Sie mit jemandem Kontakt hatten, der bereits am Coronavirus (SARS-CoV-2) erkrankt ist, kann es 1 bis 14 Tage dauern, bis erste Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.

Aber Achtung: Bevor bei Ihnen erste Krankheitszeichen auftreten, können Sie bereits andere Personen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) anstecken. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich an die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen zu halten.

Der Krankheitsverlauf bei einer COVID-19 Erkrankung ist individuell und kann vor allem bei schweren Fällen länger als 2 Wochen dauern.

Test auf das Coronavirus (SARS-CoV-2)

Bei Verdacht auf eine COVID-19 Erkrankung, sollte zur Abklärung ein Test auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) durchgeführt werden. Ob ein Coronatest durchgeführt wird, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt bzw. das Gesundheitsamt.

Insbesondere folgende Personengruppen werden kostenlos getestet:

  • Personen mit Corona-typischen Symptomen (Krankheitszeichen) – auch bei leichten Symptomen
  • Personen, die Kontakt zu einer mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizierten Person hatten, z.B. Mitglieder desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden
  • Personen in Gemeinschaftseinrichtungen und –unterkünften (z.B. Arztpraxen, Schulen, Kita), wenn in der Einrichtung eine mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infizierte Person festgestellt wurde
  • Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner vor (Wieder-)Aufnahme in Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und sonstigen Einrichtungen für vulnerable Gruppen sowie in der ambulanten Pflege
  • Patientinnen und Patienten sowie Personal in Reha-Einrichtungen
  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal von Pflegeheimen sowie Patienten und das Personal im Krankenhaus und weiteren Einrichtungen stichprobenartig unabhängig von Fällen
  • In Regionen mit vielen Neuinfektionen (mindestens 50 Fälle pro 100.000 Einwohner über sieben Tage) können Teile der Bevölkerung bzw. die gesamte Bevölkerung getestet werden
  • Personen bei Einreise nach Deutschland aus einem Risikogebiet

Wenn Sie vermuten sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihre behandelnde Ärztin / Ihren behandelnden Arzt oder rufen den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 an. Diese/Dieser entscheidet, ob Sie getestet werden müssen und bespricht mit Ihnen die weiteren Schritte, auch wo die Testung erfolgen soll.

Falls Sie Kontakt zu Personen hatten, die positiv auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet wurden, sollten Sie sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Dieses entscheidet dann, ob Sie getestet werden und empfiehlt weitere, persönliche Maßnahmen.

Eine akute Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) wird durch direkten Erregernachweis, also dem Nachweis des Virus, festgestellt. Hierfür wird eine Probe aus den Schleimhäuten der Atemwege analysiert, da sich das Virus bei einer Infektion dort vermehrt. In der Regel wird die Probe mit einem speziellen Tupfer durch einen Abstrich von der Rachenwand oder aus dem Nasen-Rachenraum entnommen. Bei Krankheitszeichen der tiefen Atemwege werden Proben auch durch Hustenauswurf, Spülungen oder die Entnahme von Sekret aus der Luftröhre gewonnen. In der Regel dauert es 24 Stunden, manchmal auch bis zu zwei Tage, bis nach der Probenentnahme das Testergebnis vorliegt.

In der Zeit, bis das Testergebnis vorliegt, sollten Sie sich selbst isolieren, d. h. zu Hause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

Achtung: Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit, also der Zeit bis zum Auftreten der erste Krankheitszeichen befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Coronatest nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. Eine Wiederholung des Tests zu einem späteren Zeitpunkt ist also möglich.

Die Kosten der Tests werden von den Krankenkassen getragen. Für Tests, die vom öffentlichen Gesundheitsdienst veranlasst werden, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung auch die Kosten bei Personen, die privat oder nicht versichert sind.

Behandlung

Nicht alle Erkrankungen nach einer Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) verlaufen schwer. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes wie z.B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von begleitenden bakteriellen Infektionen sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen.

Eine spezifische, d.h. gegen das Coronavirus (SARS-CoV-2) selbst gerichtete Therapie, steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Im Rahmen von Studien werden aber zurzeit verschiedene spezifische Therapieansätze geprüft. Weitere Hinweise dazu finden Sie auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Generell gilt: Ältere Menschen sollten persönliche Kontakte so gering wie möglich halten, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) zu schützen.

In Quarantäne muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall,

  • wenn man innerhalb der letzten 14 Tage engen Kontakt zu einem laborbestätigten COVID-19-Patienten hatte. Ein wirklich enger Kontakt bedeutet, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat, bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist
  • wenn man aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist und keinen negativen Corona-Test vorweisen kann (s. auch "Was ist bei Reisen zu beachten?")
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Nicht in Quarantäne muss, wer ein geringeres Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall, wenn man

  • innerhalb der letzten 14 Tage im gleichen Raum mit einer Person mit einer festgestellten COVID-19 Erkrankung war, ohne einen engen Kontakt
  • Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist.

Das Robert Koch-Institut hat Empfehlungen für das Leben in häuslicher Quarantäne zusammengefasst. Zum Download 

Das Ziel ist es, eine Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) in Deutschland so weit wie möglich zu verlangsamen und Krankheitsfälle möglichst zu verhindern. Wenn eine Person positiv auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet wird, ist es dafür notwendig, alle Menschen zu identifizieren, die engen Kontakt zu dieser Person hatten und damit auch ein hohes Risiko, sich angesteckt zu haben. Diese müssen für 14 Tage in häusliche Quarantäne.

Die Ermittlung und Beobachtung dieser sogenannten Kontaktpersonen ist Aufgabe des zuständigen Gesundheitsamts. Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall auch das konkrete weitere Vorgehen fest.

Das Robert Koch-Institut hat Empfehlungen für das Leben in häuslicher Quarantäne zusammengefasst. Zum Download 

Sich selbst und andere schützen

Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Die Fallzahlen an COVID-19 Erkrankungen war in Deutschland seit etwa Mitte März bis Anfang Juli rückläufig, seitdem nimmt die Fallzahl stetig zu. Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland daher derzeit weiterhin insgesamt als hoch ein, für Risikogruppen als sehr hoch. Nach wie vor sind Impfstoffe und Therapeutika nicht verfügbar.

Eine weitere Zunahme der Fallzahlen muss unbedingt vermieden werden. Das gelingt nur, wenn sich die gesamte Bevölkerung weiterhin engagiert indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent einhält – auch im Freien –, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt.

Auch haben viele Menschen keine Krankheitszeichen und verbreiten somit das Virus unbemerkt. So bleibt es unverändert wichtig, sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) zu schützen. Es kommt auf jeden einzelnen an.

Insbesondere ältere Menschen sollten persönliche Kontakte so gering wie möglich halten und auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen achten, um so das Risiko einer Übertragung des Coronavirus (SARS-CoV-2) zu vermindern.

Die sogenannte AHA-Formel fasst kurz und prägnant zusammen, was Sie auch weiterhin beachten sollten, um sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen. AHA bedeutet dabei: Abstand halten – Hygieneregeln beachten – Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen. Weitere Hygiene- und Verhaltensregeln finden Sie hier.

Beachten Sie bitte außerdem die regional geltenden Verordnungen, die Sie auf den Internetseiten der einzelnen Bundesländer bzw. Ihrer Stadt oder Gemeinde nachlesen können.

Verlässliche Antworten und konkrete Informationen, wie Sie sich schützen und anderen helfen können, finden Sie auch auf der Internetseite “Zusammen gegen Corona“ des Bundesministeriums für Gesundheit.

Seit Ende April 2020 gilt in allen Bundesländern für bestimmte Situationen im öffentlichen Raum die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken (Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung). Dies betrifft insbesondere Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenen Räumen zusammentreffen und der Abstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen nur schwer eingehalten werden kann (z. B. bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und in Einkaufssituationen). Die konkreten Umsetzungen können in den einzelnen Bundesländern etwas unterschiedlich sein.

Welche Regelung in Ihrer Region verbindlich gilt, erfahren Sie auf der Internetseite Ihres Bundeslandes oder Ihrer jeweiligen Gemeinde bzw. Stadt.

Weitere Fachinformationen zur Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum sind auf den Seiten des Robert Koch-Instituts abrufbar.

Zum Thema Mund-Nasen-Bedeckung stellt die BZgA ein ausführliches Merkblatt zur Verfügung.

Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) zu schützen, sind das Abstandhalten von anderen Menschen (mindestens 1,5 Meter), die Selbstisolierung bei Erkrankung, eine gute Händehygiene sowie das Einhalten von Husten- und Niesregeln. Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung kann ebenfalls dazu beitragen, die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 (Corona) in der Bevölkerung zu reduzieren und Risikogruppen vor Infektionen zu schützen.

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) schützt. Weltweit wird intensiv an der Entwicklung eines solchen Impfstoffs gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor dem Coronavirus (SARS-CoV-2) verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.

Informationen zum Stand der Entwicklung eines Impfstoffs für COVID-19 (Corona) sind auf der Webseite des Robert Koch-Instituts zu finden.

Eine Impfung gegen Pneumokokken hilft nicht gegen eine COVID-19 Erkrankung. Allerdings können Pneumokokken-Infektionen zu schweren Lungenentzündungen und Sepsis, also Blutvergiftung, führen, wodurch die Versorgung auf einer Intensivstation gegebenenfalls mit Beatmung erforderlich wird. Momentan wird die Impfung Personen ab dem Alter von 70 Jahren, Patienten und Patientinnen mit chronischen Atemwegserkrankungen und Patienten und Patientinnen mit Immunschwäche empfohlen.

Die Grippeimpfung hat keinen Einfluss auf den Verlauf einer Infektion durch das Coronavirus (SARS-CoV-2). Die Grippeimpfung kann aber das Risiko einer Grippeerkrankung senken und so dazu beitragen, das Gesundheitssystem zu entlasten. Grippeimpfungen werden wieder ab Oktober/November angeboten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeimpfung für alle Personen ab 60 Jahre.

Die sogenannte AHA-Formel fasst kurz und prägnant zusammen, was Sie auch weiterhin beachten sollten, um sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen. AHA bedeutet dabei: Abstand halten – Hygieneregeln beachten – Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen.

Abstand halten

  • Achten Sie auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen – beispielsweise beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park.

Hygieneregeln beachten 

  • Befolgen Sie beim Husten und Niesen einfache Hygieneregeln: Husten oder niesen Sie in ein Taschentuch und entsorgen Sie dies anschließend in einem Mülleimer. Ist kein Taschentuch griffbereit, halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase, nicht die Hand. Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife. Gründliches Händewaschen gelingt in fünf Schritten und dauert mindestens 20 Sekunden.
  • Vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Nase oder Augen zu berühren.

Alltagsmaske tragen

  • Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske), wenn Sie im öffentlichen Raum den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen nicht sicher einhalten können, beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen, beim Friseur oder wenn Sie ein Café oder Restaurant betreten. 
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist nach wie vor teilweise verpflichtend. Die konkreten Umsetzungen können in den einzelnen Bundesländern etwas unterschiedlich sein. Welche Regelung in Ihrer Region verbindlich gilt, erfahren Sie auf der Internetseite Ihres Bundeslandes oder Ihrer jeweiligen Gemeinde bzw. Stadt.
  • Auch wenn Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung verwenden, sollten Sie dennoch darauf achten, Abstand zu anderen Menschen zu halten.

Weitere Informationen finden Sie auf www.infektionsschutz.de

Bund und Länder haben auf der Grundlage gemeinsamer Beschlüsse erfolgreich eine schrittweise Lockerung der Einschränkungen ermöglicht. Die weitere Ausgestaltung obliegt den Bundesländern. Grundsätzlich gilt jedoch weiterhin: Minimieren Sie Ihre Kontakte und halten Sie die Abstands- und Hygieneregeln ein.

Informationen zum Bund-Länder-Beschluss vom 17. Juni 2020 sowie einen Überblick über die wichtigsten Regelungen finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung

Bitte informieren Sie sich auch zu möglichen regionalen bzw. lokalen Maßnahmen, die zu beachten sind. Informationen zu den geltenden Regelungen in den Bundesländern finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten der Landesregierungen. Zu möglichen lokalen Maßnahmen können Sie sich auf den Internetseiten Ihrer Gemeinde bzw. Ihrer Stadt informieren.

Fragen und Antworten, was im Alltag erlaubt ist und was nicht, hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammengefasst: www.zusammengegencorona.de 

Weitere Informationen

Auch in Zeiten wie diesen werden leider vermehrt Falschmeldungen oder Fake-News verbreitet. Achten Sie bei vermeintlich sensationellen Nachrichten bitte sehr genau auf die Quelle der Information und überprüfen Sie diese.

Verlässliche Informationen und Empfehlungen finden Sie im Internet unter:

Auskünfte bieten auch die regionalen und lokalen Behörden und Gesundheitsämter. Telefonische Hotlines bieten die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, einige Bundesländer und Krankenkassen an.

Falls Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an .

Auch das Bundesministerium für Gesundheit beantwortet Fragen rund um das Coronavirus. Informationen finden Sie unter www.zusammengegencorona.de/informieren/