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Informationen zu Corona / Covid 19

Informationen zu Corona / COVID-19

Was ist das Coronavirus?

Coronaviren wurden erstmalig Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie können entweder Menschen oder Tiere infizieren. Ein Teil der Erkältungskrankheiten des Menschen wird durch Coronaviren ausgelöst. Seit dem 11. Februar 2020 trägt das neuartige Coronavirus, das vorläufig mit 2019nCoV bezeichnet wurde, einen neuen Namen: SARS-CoV-2.

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Das Akronym SARS steht hierbei für “Schweres Akutes Atemwegssyndrom”. Die Erkrankung, welche durch SARS-CoV-2 ausgelöst wird, wird mit COVID-19 bezeichnet (Corona Virus Disease 2019).

Welche Personen sind besonders gefährdet?

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können und auch bei jüngeren Personen beobachtet wurden, haben einige Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe.

So steigt das Risiko einer schweren Erkrankung ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können nach einer Infektion schwerer erkranken. Grund dafür ist, dass bei älteren Menschen das Immunsystem weniger gut reagieren kann. Da unspezifische Krankheitszeichen wie Fieber die Antwort des Immunsystems auf eine Infektion sind, können diese im Alter schwächer ausfallen oder fehlen, wodurch Erkrankte dann auch erst später zur Ärztin / zum Arzt gehen.

Auch verschiedene Grunderkrankungen wie

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck),
  • Diabetes mellitus,
  • Erkrankungen des Atmungssystems (z.B. COPD),
  • Erkrankungen der Leber sowie
  • Krebserkrankungen

scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.

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Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als bei gesunden älteren Personen. Wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko ebenfalls höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.

Für Patientinnen und Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ebenfalls ein höheres Risiko.

Menschen mit sehr starkem Übergewicht haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen schweren Erkrankungsverlauf.

Männer scheinen häufiger einen schweren Krankheitsverlauf zu haben als Frauen. Raucherinnen und Raucher scheinen ebenfalls häufiger von einem schweren Krankheitsverlauf betroffen zu sein.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion, die vorrangig über die Schleimhäute von Mund und Nase, aber auch durch den Kontakt über die Hände erfolgen kann. Um sich und andere zu schützen, sollten Sie deshalb mindestens 1,5 Meter Abstand halten und, wenn dies nicht sicher gewährleistet werden kann, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. 

Das Coronavirus konnte in einigen Fällen im Stuhl nachgewiesen werden. Ob eine Übertragung aus dem Stuhl über Schmierinfektion möglich ist, ist noch nicht abschließend geklärt. Außerdem gibt es Hinweise, dass das Virus über Aerosole (in der Luft schwebende Tröpfchenkerne kleiner als 5 Mikrometer) auch im normalen gesellschaftlichen Umgang übertragen werden kann. Eine abschließende Bewertung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwierig. 

Coronaviren können durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird. Um sich vor Virusübertragungen über kontaminierte Oberflächen zu schützen, ist es wichtig, die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht zu beachten.

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Der Wasserkreislauf spielt bei der Übertragung des Coronavirus keine Rolle. Fragen zu Übertragungsrisiken durch Lebensmittel und Gegenstände beantwortet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), für das Thema Arbeitsschutz ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verantwortlich.

Woran erkenne ich eine Infektion mit dem Coronavirus?

Die häufigsten Symptome (Krankheitszeichen) einer Infektion mit dem Coronavirus sind Fieber und Husten.

Auch Schnupfen, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Abgeschlagenheit, Halskratzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen usw. können auftreten.

Die Krankheitsverläufe sind jedoch unspezifisch und variieren stark. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.

Eine Infektion kann ohne Krankheitszeichen ablaufen, es sind aber auch Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen möglich. Nicht selten, vor allem bei schwerem Verlauf, leiden Erkrankte an weiteren Infektionen.

Eine Orientierungshilfe, was bei Krankheitszeichen zu tun ist, gibt ein Merkblatt für Bürgerinnen und Bürger.

Was mache ich, wenn ich denke, Symptome (Krankheitszeichen) einer COVID-19-Erkrankung zu haben?

Bei Symptomen (Krankheitszeichen) wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, die bzw. der einschätzt, ob eine COVID-19-Erkrankung vermutet wird. Alternativ rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 an. Dort wird man über die nächsten Schritte entscheiden.

Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht? Wie lange bin ich krank?

Nachdem Sie mit jemandem Kontakt hatten, der bereits am Coronavirus erkrankt ist, kann es 1 bis 14 Tage dauern, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.

Aber Achtung: Auch ohne Symptome kann die Erkrankung weitergegeben werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich an die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen zu halten.

Der Krankheitsverlauf bei einer COVID-19-Erkrankung ist individuell und kann vor allem bei schweren Fällen auch länger als 14 Tage dauern.

Sollte ich bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und nach einem Test fragen, auch wenn die Krankheitszeichen (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.) nur leicht sind?

Ja, wenn Sie

  • in den letzten zwei Wochen Kontakt zu einem Erkrankten gehabt haben, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde,
  • eine Vorerkrankung haben oder die Atemwegserkrankung wird schlimmer (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommen, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z. B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Generell gilt: Wer getestet wird, entscheiden derzeit die Kliniken und Hausärztinnen/Hausärzte selbst. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Wo kann ich mich auf das Coronavirus testen lassen?

Wenn Sie vermuten sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihre behandelnde Ärztin / Ihren behandelnden Arzt oder rufen die 116 117 an. Diese/Dieser entscheidet, ob Sie getestet werden müssen und bespricht mit Ihnen die weiteren Schritte, auch wo die Testung erfolgen soll.

Falls Sie Kontakt zu positiv getesteten Personen hatten, sollten Sie sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden, welches mit einer individuellen Befragung die persönlichen Maßnahmen empfehlen kann.

Wie werde ich auf das Coronavirus getestet?

Für den Test sind in der frühen Phase einer Infektion Abstriche aus den oberen Atemwegen besonders als Probenmaterial geeignet (Rachenabstriche bzw. Nasopharyngealabstriche). In späteren Phasen können außerdem Sekrete aus den unteren Atemwegen (z.B. Sputumproben) zur Untersuchung genutzt werden.

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollten Sie sich selbst isolieren, d. h. zu Hause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

Achtung: Bei einer gesunden Person sagt ein negatives Testergebnis auf das neuartige Coronavirus nichts darüber aus, ob diese Person nicht doch noch krank werden kann.

Wer bezahlt den Test?

In weitem Umfang übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Test. Voraussetzung hierfür ist die ärztliche Entscheidung, ob eine Patientin, ein Patient getestet werden soll oder nicht.

Kann ich mich gegen Corona impfen lassen?

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.

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Eine Grippeimpfung hat keinen Einfluss auf den Verlauf einer Infektion durch das neuartige Coronavirus. Die Grippeimpfung kann aber das Risiko einer Grippeerkrankung senken und so dazu beitragen, das Gesundheitssystem zu entlasten.

Wie wird Corona behandelt?

Nicht alle Erkrankungen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes wie z.B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von begleitenden bakteriellen Infektionen sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie, steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Wer muss in Quarantäne?

Generell gilt: Ältere Menschen sollten zu Hause bleiben, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

In Quarantäne muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall,

  • wenn man innerhalb der letzten 14 Tage engen Kontakt zu einem laborbestätigten COVID-19-Patienten hatte. Ein wirklich enger Kontakt bedeutet, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat, bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

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Nicht in Quarantäne muss, wer ein geringeres Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall, wenn man

  • innerhalb der letzten 14 Tage im gleichen Raum mit einer Person mit einer festgestellten COVID-19-Erkrankung war, ohne einen engen Kontakt
  • Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist.

Das Robert Koch-Institut hat Empfehlungen für das Leben in häuslicher Quarantäne zusammengefasst. Zum Download 

Warum sollte ich jetzt zuhause bleiben? Wie vermeide ich am besten eine Infektion mit dem Coronavirus?

Soziale Kontakte müssen wegen des starken Anstiegs der Verbreitung des Coronavirus weiter beschränkt werden. Es gilt, einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Dafür ist die Reduzierung von Kontakten entscheidend. Es kommt auf jeden einzelnen an. Viele Menschen haben keine Symptome und verbreiten das Virus unbemerkt.

  • Bleiben Sie möglichst zu Hause.
  • Lassen Sie sich so weit möglich durch Familien- oder Nachbarschaftshilfe versorgen.
  • Reduzieren Sie private Kontakte auf das Notwendigste und beachten Sie die Abstandsregeln.
  • Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände.

Weitere Hygiene- und Verhaltensregeln finden Sie hier.

Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu beachten?

Zum Thema Mund-Nasen-Bedeckung stellt die BZgA ein ausführliches Merkblatt zur Verfügung.

Seit Ende April 2020 gilt in allen Bundesländern für Situationen, in denen der empfohlene Mindestabstand von 1,5 Metern nur schwer einzuhalten ist, eine Pflicht, Mund und Nase zu bedecken (Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung). Dies sind Situationen wie z. B. die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs und Ein­kaufs­situationen. Die jeweiligen Zeitpunkte und die konkreten Umsetzungen können in den einzelnen Bundes­län­dern etwas unterschiedlich sein.

Welche Regelung in Ihrer Region verbindlich gilt, erfahren Sie auf der Internetseite Ihres Bundeslandes oder Ihrer jeweiligen Gemeinde bzw. Stadt.

Wichtig bleibt, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen, das Abstandhalten von anderen Menschen (mindestens 1,5 Meter),  die Selbstisolierung bei Erkrankung, eine gute Händehygiene sowie das Einhalten von Husten- und Niesregeln.

Weitere Fachinformationen zur Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum sind auf den Seiten des Robert Koch-Instituts abrufbar.

Beschränkung sozialer Kontakte - Welche rechtlichen Regelungen gelten im Moment in Deutschland?

Bund und Länder haben schrittweise Öffnungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Die konkrete Ausgestaltung ist Aufgabe der Bundesländer. Grundsätzlich gilt aber weiterhin: Beschränken Sie Ihre Kontakte auf ein Minimum und halten Sie die Abstands- und Hygieneregeln ein. Informationen zu den Regelungen, auf die sich Bund und Länder verständigt haben, finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung

Bitte informieren Sie sich auch zu möglichen regionalen bzw. lokalen Maßnahmen, die zu beachten sind. Informationen zu den geltenden Regelungen in den Bundesländern finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten der Landesregierungen. Zu möglichen lokalen Maßnahmen können Sie sich auf den Internetseiten Ihrer Gemeinde bzw. Ihrer Stadt informieren.

Fragen und Antworten, was im Alltag erlaubt ist und was nicht, hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammengefasst: www.zusammengegencorona.de 

Wo erhalte ich weitere Informationen?

Auch in Zeiten wie diesen werden leider vermehrt Falschmeldungen oder Fake-News verbreitet. Achten Sie bei vermeintlich sensationellen Nachrichten bitte sehr genau auf die Quelle der Information und überprüfen Sie diese.

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Verlässliche Informationen und Empfehlungen finden Sie im Internet

Auskünfte bieten auch die regionalen und lokalen Behörden und Gesundheitsämter. Telefonische Hotlines bieten die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, einige Bundesländer und Krankenkassen an.