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Mythen rund um den Schlaf

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Obwohl das Thema „Schlaf“ in den Medien zunehmend populär geworden ist, halten sich manche Meinungen hartnäckig. Folgende Mythen rund um den erholsamen Schlaf sind überholt oder schlicht falsch.

Der Schlaf vor Mitternacht ist generell der beste.
Falsch: Die geregelte Abfolge der verschiedenen Schlafphasen tritt unabhängig vom Einschlafzeitpunkt auf. Zu frühes Zubettgehen führt eher zu frühem Erwachen.

Der gesunde Schlaf besteht aus mindestens 8 Stunden Schlafzeit.
Falsch: Die persönlich benötigte Schlafdauer ist von Person zu Person unterschiedlich. Wichtig ist, dass man sich am Tage fit, konzentriert und leistungsfähig fühlt.

Der gesunde Schlaf besteht nur aus Tiefschlaf.
Falsch: Denn der Tiefschlaf zeigt sich vorwiegend in der ersten Nachthälfte mit einem Anteil von 15 bis 25 Prozent an der Gesamtnacht.

Erholsam ist mein Schlaf nur, wenn ich durchschlafe.
Falsch: Mehrmals aufzuwachen gehört zu einem gesunden Schlaf dazu und ist für den Körper durchaus sinnvoll (z .B. Lagewechsel).

Nach einer schlechten Nacht muss ich länger schlafen, damit ich den Schlaf nachholen kann.
Falsch: Der Körper reguliert einen Schlafverlust, indem er nach schlechten Nächten selbstständig die Schlafqualität verbessert und weniger die Dauer des Schlafes.

Die nächtliche Schlafqualität allein bestimmt das Tagesbefinden. Hat man schlecht geschlafen, sollte man sich tagsüber schonen.
Falsch: Das Tagesbefinden ist nicht nur vom Schlaf abhängig. Ausreichend Aktivität am Tag ist zudem wichtig für einen erholsamen Nachtschlaf.

Schlafbedürfnis nach Jahreszeit?

In der dunkleren Jahreszeit steigt unser Schlafbedürfnis. Das lichtabhängige Schlafhormon Melatonin wird in den lichtarmen Wintermonaten vermehrt ausgeschüttet und bewirkt, dass wir früher ermüden. Tageslichtlampen können helfen, den Tag-Wachrhythmus zu stabilisieren und die erhöhte Müdigkeit zu verringern.