Sie sind hier: Startseite >  Gesundheitsthemen >  Ausgeschlafen im Alter > Schlaf und seine Veränderungen

Der Schlaf und seine altersbedingten Veränderungen


Der gesunde Schlaf und seine Phasen

Während wir schlafen, laufen im Körper viele notwendige Prozesse für unsere körperliche und geistige Erholung ab. Der Schlaf eines gesunden Erwachsenen besteht aus einer Abfolge von etwa 90-minütigen Zyklen, jeweils beginnend mit einer sehr leichten Schlafphase. Nach der Einschlafphase sinkt der Körper langsam in den tiefen Schlaf. Dieser ermöglicht unsere körperliche Erholung und er fördert die Leistungsfähigkeit unseres Immunsystems. Wachstumshormone sind dann aktiv, gleichzeitig findet eine Zellreparatur statt. Zudem ist der Tiefschlaf von Bedeutung für ein gut funktionierendes Gedächtnis.

Ein Schlafzyklus endet mit dem sogenannten REM-Schlaf. „REM“ steht für die schnellen Augenbewegungen (engl.: rapid eye movement), die für diese Schlafphase bezeichnend sind. Hier finden die lebhaftesten Träume statt, daher wird dieses Schlafstadium auch gern als Traumschlaf bezeichnet. Die Muskulatur ist dabei so tiefenentspannt, dass der Körper in diesem Moment wie gelähmt ist. Diese maximale Erschlaffung der Muskulatur verhindert, dass lebhafte Träume während des Ruhens aktiv ausgelebt werden. Sie dient damit auch zu unserem eigenen Schutz.

Der REM-Schlaf sorgt hauptsächlich für die geistige Erholung. Tagsüber Erlebtes wird verarbeitet, unwichtige Gedächtnisinhalte werden gelöscht. Die REM-Schlafphasen werden über die gesamte Nacht betrachtet immer länger, während der Tiefschlaf eher in der ersten Nachthälfte überwiegt. Beide Schlafphasen nehmen zusammen bis zu 50 Prozent des Gesamtschlafs ein. Der gesunde Schlaf besteht somit mindestens zur Hälfte aus Leichtschlafphasen, in denen man sehr schnell geweckt werden kann.

Generell erwacht der gesunde Mensch durchschnittlich zwanzigmal pro Nacht aus seinem Schlaf. Dies bemerkt er allerdings meist erst im höheren Lebensalter bewusst, wenn die Häufigkeit und Dauer der Wachphasen zunehmen.