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Ruhelose Beine (RLS) und periodische Beinbewegungen im Schlaf (PLM)

Als „ruhelose Beine“ (Restless Legs Syndrom = RLS) bezeichnet man Missempfindungen in den Beinen, vorwiegend in den Waden, die sich am Abend verstärken und bei Bewegung deutlich bessern. Manche Patienten empfinden dabei Schmerzen oder ein Druckgefühl, andere berichten von einem Kribbeln oder Stechen. Diese Symptome verzögern oder verhindern das abendliche Einschlafen.

Die Ursachen sind oft genetisch bedingt, aber auch Eisenmangel oder eine dialysepflichtige Nierenschwäche kommen dafür in Betracht. Das Restless Legs Syndrom tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Um zu einer Diagnose zu kommen, bedarf es nur selten einer Untersuchung im Schlaflabor: Die Symptome sind so eindeutig, dass eine gezielte ärztliche Befragung der Betroffenen meist ausreicht.

Häufig treten zusätzlich zu dem Syndrom der ruhelosen Beine auch periodische, also wiederkehrende Muskelzuckungen in den Beinen oder Armen auf (Periodic Limb Movements = PLM). Diese Zuckungen führen dazu, dass Betroffene kurzfristig, aber sehr häufig aufwachen, was ihnen den tiefen Schlaf raubt oder das Einschlafen verhindert. Die Ursache ist ihnen jedoch nicht bewusst. Als Symptome werden daher eher Tagesschläfrigkeit und unruhiger Schlaf genannt. Periodische Muskelzuckungen kommen bei etwa 44 Prozent der über 65-Jährigen vor; sie lassen sich nur anhand einer Schlafuntersuchung entdecken. Auch Medikamente können ein PLM und das Restless Legs Syndrom verschlimmern. Dazu gehören die meisten Antidepressiva, Neuroleptika sowie Arzneien gegen Übelkeit, ebenso Antihistaminika.

Beide Arten von Bewegungsstörungen nehmen mit dem Alter zu. Wenn die Erprobung von warmen oder kalten Bädern (Kneipp´sche Güsse), regelmäßigem Sport oder Beinmassagen zu keiner Besserung führt, werden sie vorwiegend medikamentös behandelt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite „Der verantwortungsvolle Umgang mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln“ und in der Broschüre „Medikamente – ab wann sind sie riskant? Ein Heft in Leichter Sprache“.