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„Sleeptracking“ – mit moderner Technik den Schlaf überprüfen?

Zunehmend aktuell wird der Einsatz von sogenannten „Schlaftrackern“: Das sind Geräte, die unseren Schlaf überwachen und frei im Handel erhältlich sind. Die unterschiedlichen Hersteller versprechen, Dauer und Qualität unseres Schlafes erfassen zu können, und das täglich und ganz unkompliziert in der häuslichen Umgebung.

Einerseits können die Tracker zwar dazu ermutigen, mehr für den eigenen Schlaf zu tun, allerdings können sie auch das Gegenteil bewirken – dann nämlich, wenn der Beschäftigung mit der persönlichen Schlafoptimierung zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird und die vom Gerät dokumentierten Ergebnisse zunehmend Sorgen bereiten.

Der Nachteil der Sleeptracker ist, dass deren Messungen in der Regel nicht mit denen einer anerkannten Schlafmessung (der Polysomnographie im Schlaflabor) verglichen werden. Was da genau und wie der Schlaf tatsächlich gemessen wird, ist nicht bekannt. Häufig hinterfragen die Nutzer auch die Zuverlässigkeit der Messergebnisse nicht kritisch oder interpretieren sie falsch. So entstehen leicht Unsicherheiten. Im ungünstigsten Fall kann sich sogar eine neue Form einer Störung entwickeln, für die erst kürzlich der Begriff der „Orthosomnie“ geprägt wurde. Beim Einsatz eines Sleeptrackers sollte man sich daher bewusst sein, dass die Messergebnisse nicht immer gültig sind und eine Untersuchung im Schlaflabor nicht ersetzen können.