Lupenbrillen

Autor: Dr. rer. nat. Andreas Berke

Lupenbrillen können oft trotz einer Beeinträchtigung des Sehvermögens die Lesefähigkeit deutlich verbessern. Sie sind handlich, vielseitig einsetzbar und jederzeit verfügbar.

Ihre Handhabung erfordert allerdings etwas Übung. Mit einer Lupenbrille können Objekte, die sich sehr nah vor dem Auge befinden, scharf gesehen werden. Die verkürzte Entfernung etwa beim Lesen ist allerdings ungewohnt und fällt auf. Wer mit einer Lupenbrille liest, bekommt häufig Kommentare zu hören. „Die kurze Distanz schadet den Augen“, heißt es da oder auch: „Das gibt Verkrampfungen und Ermüdungserscheinungen.“

Dabei schadet die geringe Leseentfernung den Augen sehbehinderter Menschen überhaupt nicht. Ermüdungserscheinungen können durch eine falsche Körperhaltung auftreten. Hier können ein Leseständer oder ein Lesepult Abhilfe schaffen, Fachleute halten weitere hilfreiche Tipps bereit.

Die Kosten für eine Lupenbrille werden, wenn sie augenärztlich verordnet wurde, häufig von der Krankenkasse übernommen.