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KommunikationZahlen und Fakten

Fachlich geprüft durch: Dr. Julia Hellmann, Dr. Franziska Matthies-Wiesler

Stand: Januar 2026


Allgemeines

Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort – die Zahl der „heißen Tage“ (Tagesmaximum von mindestens 30°C) in Deutschland nimmt zu, Hitzewellen werden intensiver, länger und häufiger. Seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen lagen acht der zehn heißesten Sommer in den letzten 30 Jahren.1

Hitze betrifft alle Menschen, kann das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit negativ beeinträchtigen, und ein bedeutendes Gesundheitsrisiko darstellen.2 Dabei ist jeder Mensch unterschiedlich von Hitze betroffen, je nachdem welche Risikofaktoren bestehen, aber auch welche Schutzfaktoren vorhanden sind. Körperliche Fitness, zum Beispiel, ist ein entscheidender Schutzfaktor gegenüber Hitzebelastung. Damit auch bei hohen Temperaturen Bewegung im Freien ohne negative Folgen für die Gesundheit möglich ist, braucht es hitze-angepasste Angebote. Zudem ist es wichtig, die Hitzekompetenz der Anbieter, der Betroffenen sowie entsprechende Strukturen für den Hitzeschutz zu stärken.

Kommunen spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Maßnahmen zum gesundheitlichen Hitzeschutz sowie der Sensibilisierung der Bevölkerung.

Inhalt

Kurzzusammenfassung: Was hat Hitze mit Gesundheit zu tun? Welche Faktoren können das Gesundheitsrisiko bei Hitze erhöhen aber auch verringern? Welche Empfehlungen für Bewegung und Sport bei Hitze sind besonders wichtig? Das Factsheet informiert zu Bewegung und Sport bei Hitze und nimmt dabei besonders Menschen im hohen Lebensalter sowie Kinder und Jugendliche in den Blick. Das Factsheet richtet sich an kommunale Akteurinnen und Akteure, Bewegungs- und Sportanbieter sowie Betreiber kommunaler Sportanlagen.

Der menschliche Körper benötigt eine stabile Körperkerntemperatur um die 37 °C, um seine Organe zu schützen und deren Funktionsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Um auch bei Hitze die Körpertemperatur stabil halten zu können, setzen Kühlmechanismen ein, wie das Schwitzen oder die Wärmeabgabe über die Hautoberfläche. Diese dringend notwendigen Kühlmechanismen fordern jedoch das Herzkreislaufsystem – der Mensch ist weniger leistungsfähig als bei moderaten Temperaturen.

Sehr hohe Temperaturen sowie hohe Luftfeuchtigkeit, denen der Körper über längere Zeit ausgesetzt ist, können die Kühlmechanismen an ihre Grenzen bringen. Kommen noch zusätzlich körperlich anstrengende Tätigkeiten, intensive Bewegung oder Sport hinzu, oder Kleidung, die die Wärmeabgabe über die Hautoberfläche einschränken, kann der Körper überhitzen.

Hitze wird von den meisten Menschen als anstrengend und belastend empfunden, je nachdem wie hoch die Temperaturen sind, ob zusätzlich eine hohe Luftfeuchtigkeit besteht und wie lange die Hitze andauert. Auch das individuelle Verhalten und Anpassungsmöglichkeiten einer Person zum aktiven Schutz vor Hitzebelastungen (Anpassungskapazität) sind von Bedeutung, z. B. ausreichendes Trinken oder der Aufenthalt an kühlen Orten.3

Während sich Säuglinge und kleinere Kinder weniger gut an Hitze anpassen können, u. a. weil die Regulation der Körpertemperatur noch nicht voll ausgereift ist, ist die Thermoregulation bei Kindern und Jugendlichen (10-16 Jahre) ebenso effektiv wie bei Erwachsenen.12 Kinder sind auf die Unterstützung von Erwachsenen angewiesen, denn sie können die Gefahr einer Überhitzung noch nicht einschätzen.7 Oftmals trinken sie auch zu wenig, da ihr Durstempfinden weniger stark ausgeprägt ist und wenn sie z. B. im Spiel vertieft sind. Dies kann zu einem Flüssigkeitsmangel führen. Zudem ist die Haut von Kindern empfindlicher gegenüber UV-Strahlung und muss geschützt werden.67 Jugendliche haben oftmals ein geringeres Risikoempfinden und schätzen die Gefahr der Überhitzung für ihren Körper als gering ein. Gerade deshalb ist es wichtig sie in ihrer Gesundheitskompetenz zu stärken.

Im hohen Lebensalter zeigt sich ebenfalls eine verminderte Fähigkeit des Körpers, die Körpertemperatur bei Hitze angemessen zu regulieren.8 Aufgrund eines seltener empfundenen Durstgefühls bei älteren Menschen besteht die Gefahr eines Flüssigkeitsmangels und einer Überhitzung des Körpers.9 Hinzu kommen eventuelle gesundheitliche Vorbelastungen, wie z.B. chronische Erkrankungen und die Einnahme von Medikamenten. Einschränkungen der Mobilität und ein hoher Unterstützungsbedarf schränken die individuellen Anpassungsmöglichkeiten, beispielweise das Aufsuchen von kühlen Orten, ein und erhöhen so das Risiko hitzebedingter Gesundheitseffekte.10

Typische Anzeichen für Hitzebelastungen sind beispielsweise11

  • Schwindel
  • Schwäche
  • Starker Durst
  • Kopfschmerzen
  • Erschöpfungsgefühle
  • starke Blässe / Röte
  • steifer Nacken
  • Übelkeit/ Schwindel/ Erbrechen
  • Kurzatmigkeit
  • Unruhe
  • Verwirrtheit
  • Muskelschmerzen/ Muskelkrämpfe
  • erhöhte Temperatur/ Fieber
  • übermäßig viel oder überhaupt kein Schweiß

Ist es sehr heiß, schwitzen wir mehr als gewöhnlich. Das führt zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust und einer Abnahme des Blutvolumens im Kreislauf. Die Folge ist ein Abfall des Blutdrucks. Gleichzeitig steigt die Körpertemperatur – allerdings selten über 39 °C. Eine Hitzeerschöpfung kann die Folge sein.12

  • Symptome: starker Durst, Schwäche, kalte feuchte Haut, niedriger Blutdruck mit hoher Pulsfrequenz, eine schnelle, aber schwache Atmung, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwindel und Abgeschlagenheit.
  • Maßnahmen: Viel trinken und den Körper langsam kühlen. Wenn eine Verbesserung eintritt oder die Körpertemperatur über 38 °C gestiegen ist, muss eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden.

Durch die Hitze erweitern sich die Blutgefäße in Armen und Beinen und es kommt zu einem Abfall des Blutdrucks. Die Folge ist eine verminderte Gehirndurchblutung, die wiederum zu Bewusstlosigkeit führt. Ein Hitzeschlag ist eine lebensbedrohliche Situation.12

  • Symptome: kurze Ohnmacht, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Schwindel, Übelkeit, Wärmegefühl, Durst, trockene Schleimhäute, anfangs meist Hautrötung verbunden mit starkem Schwitzen, später oft blasse Haut und kalter Schweiß
  • Maßnahmen: Anrufen des Rettungsdienstes (112). Die betroffene Person an einen kühlen Ort bringen, wo ein Ausruhen im Liegen möglich ist. Öffnen der Kleidung, langsames Kühlen des Körpers und ausreichend Flüssigkeitszufuhr.

Eine hohe Hitzebelastung kann zudem

  • zu einer Verschlimmerung bereits bestehende Vorerkrankungen wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder Diabetes mellitus (hitzesensitive Erkrankungen) führen.
  • das Unfallrisiko z. B. beim Baden im Schwimmbad oder in Gewässern erhöhen.13
  • im schlimmsten Fall bis zum Tod führen.
  • zu einem Sonnenstich führen(Reizung der Hirnhäute und des Gehirns durch intensive Sonneneinstrahlung, in der Folge Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zur Bewusstseinsstörung).12

Empfehlungen für Bewegung und Sport bei Hitze

Bewegung ist auch im Sommer wichtig und notwendig für Gesundheit und Wohlbefinden. Eine gute körperliche Fitness und ein gut trainiertes Herzkreislaufsystem gelten als Schutzfaktor gegenüber Hitzebelastungen. Übermäßige Anstrengung bei Hitze kann jedoch schnell gefährlich werden und sollte daher vermieden werden.

Moderate Bewegung, Schatten, ausreichend Trinken und das Nutzen der kühleren Morgen- und Abendstunden (zwischen 11:00 und 17:00 sind die Temperaturen in der Regel am höchsten) machen Sport in der Regel auch bei hohen Temperaturen möglich - aber jeder Mensch ist unterschiedlich, daher gilt immer: Auf den eigenen Körper zu hören, ist die beste Art, sich bei Hitze zu schützen, vor allem bei körperlichen Belastungen. Besonders Kinder brauchen hier jedoch Unterstützung.

Um für besonders gefährdete Gruppen, wie Kinder und ältere Menschen passende Bewegungsangebote im Sommer machen zu können, ist eine Sensibilisierung und Schulung von Fachkräften in Betreuungseinrichtungen, Übungsleitenden sowie Trainerinnen und Trainer in Turn- und Sportvereinen notwendig, ebenso wie die Bewusstseinsbildung in den Familien. Auch Wettkampfveranstaltungen im Breitensport und Sportevents sollten hitzeangepasst organisiert werden.

Die Kommune spielt eine wichtige Rolle, um relevante Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich Bewegung und Sport, wie z. B. Trainerinnen und Trainer, Übungsleitende, Vereine, Schulen, aber auch Familien für das Thema Hitzeschutz zu sensibilisieren.

Dabei kann die Kommune informieren, warum Hitze ein Risiko ist, welche Warnzeichen es gibt und wie Bewegungs- und Sportangebote während heißer Tage sicher gestaltet werden können. Durch verständliche Infomaterialien, kurze Schulungen oder Austauschveranstaltungen erhalten Sportanbieter und Familien das Wissen, das sie brauchen.

Außerdem kann die Kommune praktische Empfehlungen geben und die Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen, Schulen, Kitas und Gesundheitsstellen fördern. So entsteht ein gemeinsames Netzwerk, das dafür sorgt, dass ältere Menschen und Kinder auch bei Hitze sicher aktiv bleiben können.

Mit klaren Informationen, guter Abstimmung und passenden Unterstützungsangeboten hilft die Kommune, Sport und Bewegung hitzesicher zu gestalten und die Gesundheit der besonders gefährdeten Gruppen zu schützen.

Ob Akutkommunikation im Falle einer aktuellen Hitzeperiode oder langfristige Kommunikation zur Sensibilisierung und Vorbereitung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren – in jedem Fall ist der richtige Zeitpunkt, die passende Ansprache sowie praxistaugliche Empfehlungen entscheidend.

Tipps und Hinweise finden sich u. a. im Kommunikationskonzept für kommunale Akteurinnen und Akteure: https://hitzeservice.de/wp-content/uploads/2024/05/BMG_Hitze_Kommunikationskonzept.pdf

Was sollten kommunale Akteurinnen und Akteure bei der Planung und Durchführung von Bewegungsangeboten während Hitze beachten?1415

  • Informiert sein: Es ist empfehlenswert, sich über gesundheitliche Folgen von Hitze, Warnsignale für Hitzebelastungen und Erste-Hilfe-Maßnahmen zu informieren. Dazu gibt es verschiedene Schulungsangebote und Materialien (z. B. von Landeszentralen für Gesundheit, Krankenkassen, Kommunen, Sport- und Turnvereinen, Fachgesellschaften). Ebenso wichtig ist das Wissen über die aktuelle thermische Belastung. Hier empfiehlt sich die regelmäßige Nutzung der Hitzewarn App des Deutschen Wetterdienstes
  • Informationen weitergeben: In Vorbereitung auf Bewegungsangebote ist es hilfreich, den Teilnehmenden oder deren Angehörigen (z. B. Eltern) Tipps zum Verhalten bei Hitze mitzugeben und selbst mit gutem Beispiel voran zu gehen. Die direkte Ansprache kann auch mit Informationsmaterialien unterstützt werden. Tipps für die Erreichbarkeit und Ansprache im Hitzeschutz finden Sie auf Hitzeservice.de
  • Richtige Wahl der Tageszeit: Bewegungs- und Sportangebote möglichst in den kühleren Morgen- oder Abendstunden durchführen, nicht in den heißen Mittags-/Nachmittagsstunden; zwischen 16 und 18 Uhr ist es am heißesten.
  • Richtige Wahl der Aktivitäten: Moderate Bewegung, z. B. Spaziergänge im Wald, Bewegung im Wasser oder sanfte Bewegungseinheiten im Schatten sind bei hohen Temperaturen gut geeignet.
  • Richtige Wahl des Ortes: Findet das Bewegungsangebot im Freien statt, ist ein schattiger Platz geeignet. Für den Hin- und Rückweg zum Bewegungsangebot sollten die Teilnehmenden erinnert werden, ebenfalls die pralle Sonne zu vermeiden.
  • Akklimatisation: Besonders zu Beginn des Sommers ist die Hitze somit belastend, da der Körper noch nicht begonnen hat, sich an die hohen Temperaturen anzupassen. Dieser Prozess kann je nach den Lebensumständen (z.B. Aufenthalt tagsüber in klimatisierten Einrichtungen) über zwei Wochen dauern.
  • Trainingsintensität: Bei Hitze sollte intensives Ausdauertraining vermieden werden. Stattdessen sind moderate Bewegungseinheiten und häufigere Pausen zum Trinken und Ausruhen hilfreich.
  • Flüssigkeitszufuhr: Vor, während und vor allem nach der körperlichen Aktivität sollten Getränke, vor allem Wasser und Trinkpausen angeboten werden. An heißen Tagen ist es wichtig, deutlich mehr zu trinken als üblich, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Als Faustregel kann gelten: Bei Hitze (tagsüber) alle 1 bis 2 Stunden ein Glas Wasser (0,2 Liter) zu trinken, auch wenn man nicht durstig ist. Tipp: je heller der Urin, desto besser der Flüssigkeitshaushalt des Körpers.  Allerdings sind Trinkmengen sehr individuell (abhängig vom Alter, Gewicht, Gesundheitszustand). Ggf. ist die Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erforderlich.16
  • Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung: Während Bewegungsangeboten im Freien sind atmungsaktive Kleidung und eine Kopfbedeckung am besten geeignet. Es gibt auch spezielle UV-Schutzkleidung, auf die hingewiesen werden kann. Je nach Aktivität kann eine Sonnenbrille empfohlen werden. Die Teilnehmenden sollten an das Auftragen von Sonnencreme (mind. Lichtschutzfaktor 30+) erinnert werden.
  • Abkühlung: Nach körperlicher Betätigung oder wenn sich Überhitzungserscheinungen bemerkbar machen, ist es hilfreich, Kühlungsmaßnahmen anzubieten, z. B. feuchte Tücher, Wasserspray, ggf. lauwarm Duschen.

Besondere Empfehlungen zu Bewegungsangeboten für ältere Menschen bei Hitze

Ältere Menschen haben häufig chronische Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus) und/oder nehmen Medikamente ein. Daher sollte älteren Menschen empfohlen werden, erst ärztlichen Rat einzuholen, bevor sie sich bei Hitze anstrengen.17Auch kann die Trinkmenge aufgrund von bestehenden Erkrankungen ärztlich festgelegt sein. Auch hierzu sollten sich die Betroffenen ärztlichen Rat einholen.

Tipp

Besondere Empfehlungen zu Bewegungsangeboten für Kinder und Jugendliche bei Hitze

Junge Menschen tendieren dazu, sich im Training zu überschätzen und das Trinken zu vergessen. Deshalb ist es wichtig, dass Erwachsene darauf achten, dass Kinder und Jugendliche beim Sport nicht überhitzen. An heißen Sommertagen sollten erwachsene Begleiter – ob zuhause, in der Kita, in der Schule, im Sportverein oder bei Wettkämpfen und Turnieren –   immer zu regelmäßige Trinkpausen und Pausen im Schatten oder kühlen Orten motivieren.18

Tipp

Hitzeschutzmaßnahmen von Kommunen

Die Lebenswelt Kommune prägt maßgeblich die Gesundheit und das Bewegungsverhalten ihrer Bürgerinnen und Bürger. Angesichts zunehmender Hitzebelastungen durch den Klimawandel ist es entscheidend, dass Kommunen Rahmenbedingungen schaffen, die Bewegung und Sport im Alltag auch bei hohen Temperaturen ermöglichen - und zugleich schützen. Mit gezielten Maßnahmen zur Hitzevorsorge und Bewegungsförderung können Städte und Gemeinden dies umsetzen.

Der Bereich der Verhältnisprävention bezieht sich auf Strukturentwicklungsprozesse in der Kommune und die Schaffung bewegungsfreundlicher Lebenswelten. Dabei gibt es Maßnahmen die kurzfristig umgesetzt werden können und andere, die einige Jahre dauern, um wirksam zu sein.

Beispiele, die unter diesen Ansatz fallen:

  • Anpassung von sportlichen Veranstaltungen bei Hitze (z. B. zeitliches Verschieben von Angeboten im Rahmen von Sport im Park, Bewegungsangebote in klimatisierten Räumen)
  • Nutzung von Hitzewarnsystemen (z. B. Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes) und Veröffentlichung von Hitzewarnungen über lokale Zeitungen, Gemeindenachrichten oder Hinweisschildern mit konkreten Tipps zum Thema Bewegung bei Hitze (z. B. an Spiel- und Sportstätten, Schwimmbädern, Betreuungseinrichtungen, Schulen)
  • Zusammenarbeit mit Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Senioreneinrichtungen sowie Sport- und Turnvereinen bei der Verbreitung hitzerelevanter Informationen
  • Einrichtung von schattigen Plätzen und Aufenthaltsmöglichkeiten
  • Installation von öffentlichen Trink- und Kühlbrunnen/Wasserspender an zentralen Orten (z. B. in Parks, an Spielplätzen oder Sport- und Spielstätten)
  • Einrichtung nutzbarer Toiletten, ggf. unter Einbeziehung der Gastronomie vor Ort
  • Erstellung von digitalen Karten mit kühlen Orten
  • Anbieten von Klimaspaziergängen und weiteren Aktionen mit Temperaturmessungen zur Sensibilisierung der Bevölkerung

  • Beschattung der Geh- und Radwege durch Bäume, um Besorgungen auch bei Hitze zu erledigen (auch barrierefreie Wege berücksichtigen)
  • Erhalt und/oder Schaffung von Grünanlagen und Parks, ggf. mit Verdunstungsflächen wie Wasserflächen oder -spielen

Weiterlesen

Quellen

[ 1 ]

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Robert Koch-Institut (2025). Klimawandel und Gesundheit: Kompakte Informationen und Handlungsoptionen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. DOI: 10 25646/12935. [Zugriff am  06.03.2026].  

[ 1 ]Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Robert Koch-Institut (2025). Klimawandel und Gesundheit: Kompakte Informationen und Handlungsoptionen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. DOI: 10 25646/12935. [Zugriff am 06.03.2026].

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https://iris.who.int/handle/10665/341625

[ 3 ]Weltgesundheitsorganisation. Regionalbüro für Europa. (‎2019)‎. Gesundheitshinweise zur Prävention hitzebedingter: Gesundheitsschäden neue und aktualisierte Hinweise für unterschiedliche Zielgruppen. Weltgesundheitsorganisation. Regionalbüro für Europa. [Zugriff am 06.03.2026].

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[ 4 ]Schoierer, J., Lehmann, H., Köster-Lange, J. & Gerke, J. (2024). Klimawandel – ein Gesundheitsthema (auch) für Familien und ihre jungen Kinder? Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 67(12), 1343–1349. [Zugriff am 06.03.2026].

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[ 5 ]Smallcombe, J. W., Topham, T. H., Brown, H. A., Tiong, M., Clark, B., Broderick, C., Chalmers, S., Orchard, J., Mavros, Y., Périard, J. D. & Jay, O. (2025). Thermoregulation and dehydration in children and youth exercising in extreme heat compared with adults. British Journal Of Sports Medicine, bjsports-109832. [Zugriff am 06.03.2026].

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[ 17 ]Deutscher Olympischer Sportbund, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Universitätsklinikum Heidelberg - Institute of Global Health (2025). Hitze und Bewegung. Infoblatt für ältere Teilnehmende an Bewegungsangeboten.[Zugriff am 06.03.2026].

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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2023). Bei Hitze sicher in Bewegung bleiben. [Zugriff am 06.03.2026]. 

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[ 18 ]Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2023). Bei Hitze sicher in
Bewegung bleiben. [Zugriff am 06.03.2026].

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