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Zahlen und FaktenBewegung

Prof. Dr. Renate Zimmer

Stand: Januar 2026


Bedeutung von Kitas als erste Lebenswelt außerhalb der Familie

Hinweis: Der Begriff Kindertageseinrichtung wird hier als übergreifende Bezeichnung für alle Einrichtungen der frühkindlichen Bildung und Betreuung (Kindergarten, Krippe, Tagespflege) verwendet und folgend mit „Kita“ abgekürzt.

Von den insgesamt betreuten Kindern waren bundesweit 3.913.400 (96,4 %) in einem Kindergarten oder einer Krippe, 146.000 Kinder (3,6 %) wurden in einer öffentlich geförderten Kindertagespflege, etwa durch Tagesmütter oder -väter, betreut.1

Kindertageseinrichtungen spielen eine wesentliche Rolle im Leben von Kindern und Familien und haben einen großen Einfluss auf ihre Entwicklung. Sie werden von 95 % der Kinder über drei Jahren und von 37 % der unter Dreijährigen besucht.1 Die Betreuungszeit beträgt bei 64 % der über Dreijährigen 45 Stunden pro Woche.Die Verantwortung, die die Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen – als erste öffentliche Erziehungsinstitution außerhalb der Familie – für die Entwicklung der Kinder tragen, ist groß. Sie können entscheidend dazu beitragen, dass Kinder in gesundheitsfördernden Lebenswelten aufwachsen – und zu einem frühen Zeitpunkt an einen gesunden Lebensstil herangeführt werden, der sowohl Ernährung als auch Bewegung berücksichtigt. Damit werden wichtige Grundsteine für die weitere Bildungs- und Persönlichkeitsentwicklung der Kinder geschaffen.2

Das Setting Kita ist für die Gesundheitsförderung auch deswegen von Bedeutung, weil hier auch die Eltern erreicht und so die gesundheitlichen Rahmenbedingungen in den Familien positiv beeinflusst werden können.3 Studien, die auf Zusammenhängezwischen kindlichen Bewegungsaktivitäten und sozialem Status der Herkunftsfamilie abheben, zeigen klare Auffälligkeiten: Kinder aus Familien mit einem niedrigen sozialen Status sind weniger körperlich aktiv, erhalten weniger Bewegungsanregungen in ihrer Familie bzw. durch ihre Familie im Alltag und sind mit zunehmendem Alter weitaus häufiger von Übergewicht und Adipositas betroffen.4 5 Regelmäßige Bewegungsförderung für alle Kinder in der Kita kann also zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen beitragen.

 

Inhalt

Kurzzusammenfassung: Das Factsheet „Bewegungsförderung in der Lebenswelt Kita/Kindergarten“ fasst die Situation der Bewegungsförderung in Kindertageseinrichtungen zusammen. Welche Bedeutung hat die Bewegungsförderung in den Einrichtungen des Elementarbereichs? Warum ist Bewegung hier ein zentrales Thema? Welcher Stellenwert wird der Bewegungsförderung in den Bildungsplänen der Bundesländer zugesprochen? Wie kann Bewegung in den Tagesablauf der Kitas eingebunden werden? Welche Erfolgsfaktoren bzw. welche Hindernisse für die Umsetzung der Bewegungsförderung können benannt werden? Und wie können Kommunen dazu beitragen, eine bewegungsfreundliche Infrastruktur zu schaffen, von der auch Kitas profitieren?

Bewegung gehört zu den elementaren Bedürfnissen und Betätigungsformen im Kindesalter. Sie gilt vom ersten Lebenstag an als Motor der kindlichen Entwicklung, als Zugang zur Welt. 4 6 Regelmäßige Bewegung im Alltag ist auch die Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden, sie hat eine präventive Wirkung und trägt dazu bei, zivilisationsbedingten Bewegungsmangelerkrankungen vorzubeugen. 7 8 9 Das Verständnis von Gesundheit bezieht sich allerdings nicht allein auf die körperliche Funktionstüchtigkeit, sie schließt auch psychische und soziale Faktoren ein. Dazu gehören die Entwicklung von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein ebenso wie die Fähigkeit, mit anderen zu interagieren und zu kommunizieren. 4 10 11 
Für Kinder ist Bewegung aber viel mehr als die Stärkung ihrer Gesundheit, sie ist Ausdruck ihrer Lebensfreude und Zeichen von Agilität. Kinder möchten sich in der Regel viel mehr bewegen als die sie umgebenden Erwachsenen es ihnen zugestehen. Deswegen sollte vor allem in der Kita – auch unter Beachtung der hohen Verweildauer der Kinder - darauf geachtet werden, dass der Tagesablauf bewegungsfreundlich (und damit den Bedürfnissen der Kinder entsprechend) gestaltet wird. Die Rahmenbedingungen (räumliche Voraussetzungen, Material, Angebote) sollten auf die elementaren Bewegungsbedürfnisse der Kinder abgestimmt sein. 6 12 Zudem sollte der Weg zur und von der Kita von der Einrichtung gemeinsam mit den Eltern thematisiert und entsprechende förderliche Rahmenbedingungen, wie beispielweise Unterstellmöglichkeit für Laufräder, verkehrsberuhigte Zone, geschaffen werden.

Um die von den Bildungsinstitutionen geforderte hohe fachliche und pädagogische Qualität frühkindlicher Bildung zu gewährleisten, haben alle Bundesländer Bildungsvereinbarungen getroffen, die in »Bildungs- und Erziehungsplänen«, in »Bildungsempfehlungen« oder »Orientierungsplänen« schriftlich fixiert sind.13 Bewegung ist in fast allen Bildungs- und Erziehungsplänen der Bundesländer entweder als eigenständiger Bildungsbereich oder auch im Kontext von Körper, Bewegung und Gesundheit aufgeführt.

Damit ist die Grundlage der institutionellen Verankerung von Bewegung in den Bildungsinstitutionen des Elementarbereichs geschaffen, dieser wird jedoch auf Länderebene unterschiedlich ausgelegt, erkennbar sind unterschiedliche Auffassungen über die theoretische Grundlegung und die Empfehlungen für die Praxis. Eine Analyse der Bildungspläne ergab eine Priorität der Ziele auf der körperlich-motorischen Ebene (Bewegung zum Erlernen motorischer Grundtätigkeiten, Bewegung zur Steigerung konditioneller und koordinativer Fähigkeiten), aber auch die Unterstützung der emotionalen Entwicklung durch Bewegung wird in 14 Bildungsplänen unterstrichen.14 Einige Bundesländer, z.B. NRW, weisen auf die Querschnittsaufgabe von Bewegung hin: „Bewegung fördert die körperliche, aber auch die kognitive Entwicklung. So werden zum Beispiel die Sprachentwicklung und das mathematische Grundverständnis durch das Ermöglichen vielfältiger Bewegungserfahrungen positiv unterstützt“.15

Gerade in den ersten Lebensjahren stehen Körper- und Bewegungserfahrungen in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung des Selbstwertgefühls und des Selbstkonzepts, die als wesentliche Grundlagen für eine psychosoziale Gesundheit gelten.11 16 Bewegung ist also als Medium der Vermittlung grundlegender kognitiver, emotionaler und sozialer Lernprozesse zu verstehen, die auch für andere Bildungsbereiche Geltung haben und diese unterstützen.4

Beispiele zur Verknüpfung von Bewegung mit anderen Bildungsbereichen liegen in einer Reihe von Publikationen vor.17 wie zu Bewegung und Sprache18 19 und zu Bewegung und Mathematik 20. Empirische Belege für die Wirksamkeit einer bewegungsorientierten Förderung z. B. der sprachlichen Kompetenzen der Kinder sind durch Studien belegt.18 19

Die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ sehen für Kindergartenkinder eine Bewegungszeit von „180 Minuten pro Tag und mehr“ als empfehlenswert an. Säuglinge und Kleinkinder sollen sich „so viel wie möglich“ bewegen und so wenig wie möglich in ihrem natürlichen Bewegungsdrang gehindert werden.7

Diese Forderung entspricht auch den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebenen Leitlinien zur körperlichen Aktivität von Kindern. Für ein gesundes Aufwachsen von Kindern werden unter anderem folgende Empfehlungen ausgesprochen: Kinder im Alter von ein bis vier Jahren sollten sich mindestens drei Stunden täglich bewegen, dabei sollte eine Vielzahl von Aktivitäten und Bewegungsarten möglich sein. Bei Kindern über drei sollten darin auch mindestens 60 Minuten mit mittlerer und größerer Anstrengung enthalten sein, die sich über den Tag verteilen können. Sie sollten nicht mehr als eine Stunde am Tag körperlich inaktiv (sitzende Beschäftigungen etc.) sein.21

Diese Empfehlungen werden nach den Ergebnissen der MoMo-Studie – ein Modul der bundesweit repräsentativen Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS-Studie des RKI) - von einem großen Teil der Kinder nicht erreicht: Bei den 4- bis 5-jährigen Kindern wurden durchschnittlich 74 Minuten angeleitete Bewegungszeiten in der Kita ermittelt. Hier muss jedoch berücksichtigt werden, dass in der Studie die Zeiten angeleiteter Bewegung erfragt wurden. Freie, nicht angeleitete Bewegungszeiten wurden dabei nicht erfasst.22 23

In der BeweKi-Studie wurden Kita-Leitungen und pädagogische Fachkräfte zum Stand und den Bedingungen der Bewegungsförderung befragt: Die meisten Kitas nutzten mindestens einmal pro Woche Spaziergänge, Ausflüge und (externe) Hallen zur Bewegungsförderung, fast alle ermöglichten eine tägliche freie Bewegungszeit von mindestens einer Stunde. Nur ein Viertel bot eine ebenso lange strukturierte Bewegungszeit an.8

Die unterschiedlichen Ergebnisse einzelner Studien machen deutlich, dass bei der Diskussion um Bewegungsförderung in der Kita alle Gelegenheiten und Möglichkeiten, die Kindern im Kitaalltag zur Verfügung stehen, in den Blick genommen werden.

Bewegungsförderung umfasst in der Kita sowohl situative Gelegenheiten, die sich durch eine bewegungsfreundliche Raumgestaltung, durch den Aufenthalt im Freien und dem Nutzen des Außenspielgeländes und durch eine grundsätzlich zulassende, bewegungsfreundliche Haltung der pädagogischen Fachkräfte ergeben. Sie umfasst aber auch offene Bewegungsangebote, die den Kindern in Form von Bewegungslandschaften (z. B. in der Eingangshalle oder im Bewegungsraum) oder frei zugänglichen Bewegungsräumen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist auch die angeleitete Bewegungserziehung von Bedeutung, die regelmäßig von den pädagogischen Fachkräften angeboten wird, das Bewegungsrepertoire der Kinder durch vorbereitetes Material und bewusst gestaltete Gerätearrangements erweitert und sie mit Regelspielen vertraut macht.6 17

Diese unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten beziehen auch das Draußenspielen, die Durchführung von Waldtagen, der Besuch eines benachbarten Spielplatzes oder Rodelhangs, Besuche von Schwimmbädern, das Nutzen von Klettermöglichkeiten oder Anregungen zum Barfußlaufen ein. Die Kooperation mit einem Sportverein ermöglicht zusätzliche Chancen durch die Nutzung vereinseigener Sporthallen oder durch die Kooperation mit Übungsleitenden der Vereine. 12 24

Für Kinder mit einem besonderen Unterstützungsbedarf ist es sinnvoll, zusätzliche Förderangebote im Sinne einer psychomotorischen Entwicklungsbegleitung und -förderung anzubieten.11 16 Die psychomotorische Förderung hat das Ziel, über Bewegungserlebnisse Selbstwirksamkeitserfahrungen zu vermitteln und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken, aber auch zu einer Verbesserung der Bewegungs- und Wahrnehmungsfähigkeit des Kindes beizutragen. Sie sollte in einer Kleingruppe mit nicht mehr als fünf bis sechs Kindern durchgeführt werden, um auf die spezifischen Bedarfe der Kinder eingehen zu können. In erlebnisorientierten Bewegungssituationen wie die Überwindung von Gräben und Hügeln in einer Bewegungslandschaft werden sie ermutigt, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden umzugehen und eigene Grenzen zu finden. 11

Eine überaus wichtige Voraussetzung für die Umsetzung sowohl für angeleitete als auch offene Bewegungsförderung stellt die Qualifikation der pädagogischen Fachkräfte dar.8 24 Jede Fachkraft wird durch ihre Ausbildung für Bewegungserziehung qualifiziert, sie sollte jedoch möglichst kontinuierlich Fortbildungsangebote wahrnehmen und sich mit Konzepten der Bewegungsförderung auseinandersetzen und das eigene Repertoire erweitern.

Kinder brauchen pädagogische Fachkräfte, die sowohl eine hohe Fachkompetenz besitzen, als auch authentische Vorbilder sind. Eine pädagogische Fachkraft sollte selbst Freude am Sich-bewegen haben, sich z. B. mit den Kindern auf ein Fangspiel einlassen oder sich auch bei ungünstigem Wetter draußen aufhalten. Sie sollten die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung kennen und sich der besonderen Chancen von Bewegungsaktivitäten für körperliche und ebenso für sozial-emotionale Entwicklungsprozesse bewusst sein.

Kitas mit dem Profil Bewegung (Bewegungskindergärten) zeichnen sich durch einen besonderen Stellenwert von Bewegung in der pädagogischen Konzeption, eine bewusst bewegungsfreundliche Raumgestaltung, vielseitige Bewegungsangebote für die Kinder, insbesondere aber auch durch ein besonderes Qualifikationsprofil der pädagogischen Fachkräfte im Bereich Bewegungserziehung aus.24 25 26 Zwar gibt es keine einheitlichen Standards, wie eine Bewegungskita in Deutschland gestaltet sein sollte, es gibt jedoch in vielen Bundesländern Unterstützung durch die Sportverbände 27 oder auch durch die Bildungs- und Kultusministerien. Gemeinsam mit der DFL Stiftung (Deutsche Fußball Liga) hat die dsj (Deutsche Sportjugend) einen Qualitätskatalog für Bewegungskitas entwickelt.28

Neben dem organisierten Sport zeigen auch andere Träger der freien Jugendhilfe oder auch die Kommunen Bereitschaft und Interesse daran, dass Kindertageseinrichtungen sich ein bewegungsorientiertes Profil geben.

Zur Verbesserung der Qualitätsstandards der Bewegungskindergärten werden auch in Zusammenarbeit mit Unfallversicherungen, Krankenkassen, Fachinstituten und Forschungsinstitutionen Kriterien erstellt, die für die Vergabe von Zertifikaten oder Gütesiegeln herangezogen werden. Die Kriterien reichen von der Ausstattung mit Material und Räumen über die Qualifikationen der pädagogischen Fachkräfte bis hin zur Einbeziehung des Themas Bewegung in die Zusammenarbeit mit Eltern.29 30

Ergebnisse empirischer Studien zu den entwicklungsfördernden Effekten von Kindergärten mit einem spezifischen Bewegungsprofil zeigen deutlich, dass die kontinuierliche Weiterbildung des pädagogischen Personals im Bereich Bewegung als einer der wichtigsten Gelingensfaktoren gilt.31

Eltern sind wichtige Vorbilder für das Bewegungsverhalten der Kinder, ihre Unterstützung und ihre Ermutigung hat einen hohen Einfluss auf die Motivation der Kinder, sich bei Bewegungsspielen anzustrengen und auch bei Misserfolgen nicht aufzugeben. Eltern sollten daher möglichst häufig in Maßnahmen zur Bewegungsförderung in der Kita einbezogen werden.

Bei einem Elternabend zum Thema „Bewegung im Alltag“ können die Eltern über den gesundheitlichen Nutzen von Bewegung informiert werden und sich dabei über Möglichkeiten zur Vermeidung von Sitzzeiten und zur Begrenzung der Nutzung von Medien austauschen. Sie können Anregungen erhalten für einen aktiven Weg von und zur Kita: Was ermuntert die Kinder zum Laufen, wie können Laufrad, Roller und später auch das Fahrradfahren einbezogen werden? Gemeinsame Spiel- und Bewegungsnachmittage für die Familie können dazu beitragen, dass Eltern alltägliche Routinen für mehr Bewegung im Alltag erkennen und nutzen (Bewegungsspielideen, die auch in kleinen Wohnungen umsetzbar sind, Tipps für die Durchführung „bewegter“ Kindergeburtstage).

Personal:

  • Verankerung von Bewegung im pädagogischen Konzept der Einrichtung.
  • (Weiter-)Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte auf dem Gebiet der Bewegungserziehung.
  • Bewegungsförderung als verpflichtender Bestandteil der Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte.

 

Räume:

  • Gestaltung bewegungsfreundlicher Räume.
  • Nutzen der Verkehrsflächen wie Flure, Eingangshallen, Treppen etc. für Bewegungsaktivitäten der Kinder.
  • Nutzung von Freiflächen und des Außenspielgeländes unabhängig von Jahreszeit und Witterung.

 

Weitere Bewegungsgelegenheiten:

  • Nutzung von Bewegungsmöglichkeiten außerhalb der Kita durch Waldtage, Schwimmbadbesuche oder das Aufsuchen von Spielplätzen.
  • Kooperationen mit Einrichtungen des institutionalisierten Sports (Vereine), die durch die Bereitstellung von Hallen räumliche Engpässe abmindern können und mit denen auch eine personelle Kooperation angestrebt werden kann.

 

Eltern:

  • Einbeziehung der Eltern durch Bewegungs- und Spielangebote für die ganze Familie, Elternabende zum Thema Bewegung.

Zum Aufbau gesundheits- und bewegungsförderlicher Strukturen von Kitas können die Kommunen beitragen, indem sie z. B. auf die Bedeutung von Bewegung in kommunalen Bildungsberichten hinweisen, infrastrukturelle Maßnahmen ergreifen (Bau von Spielplätzen, Bereitstellen von Nutzungszeiten in Schwimmhallen, Empfehlungen von Waldarealen zur Nutzung für Waldtage) und bei der Stadtplanung auf sichere Fuß- und Radwege im Umfeld von Kitas achten. Ein Mehrgenerationenspielplatz mit einem Bewegungspfad kann z. B. dazu anregen, dass Familien gemeinsam aktiv sind und dabei auch auf andere Familien mit jüngeren Kindern treffen.

Ein Beispiel für die Vernetzung verschiedener Akteurinnen und Akteure einer Kommune ist die „Kinder-Bewegungsstadt Osnabrück (KIBS)“. Hervorgegangen aus der Kooperation einer Stiftung mit einer Universität und kommunalen Akteuren setzt sich die Kinder-Bewegungsstadt für die Entwicklung und Gestaltung eines gesunden und aktiven Lebensstils von Kindern und ihren Eltern ein. Sie schafft und gestaltet Bewegungsräume für Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren, initiiert neue, präventiv ausgerichtete Projekte und vernetzt bestehende Angebote und Akteure zur Gesundheits- und Bewegungsförderung für junge Familien. Der Fokus liegt dabei auf der Gestaltung möglichst kostenfreier Angebote, um die Vielfalt von Bewegung, Sport und Spiel erlebbar zu machen. Thematische Schwerpunkte sind u. a. die Schaffung von Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum (Ballsportangebote, Schaffung von Familienfahrradwegen, Wassergewöhnung und Schwimmen in Kitas, Spielfeste, Zoobesuche, Bewegungstreffpunkte zum Draußenspielen für Familien). Partner der Initiative und ihrer Projekte sind z. B. Kitas, Vereine, Schulen und öffentliche Institutionen. Die Initiative Kinder-Bewegungsstadt besteht seit 15 Jahren und finanziert sich aus den Förderbeiträgen der Stiftung.32

[ 1 ]

Statistisches Bundesamt. (2025, Januar). Pressemitteilung zur Kindertagesbetreuung. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_N003_p002.html

[ 1 ]Statistisches Bundesamt. (2025, Januar). Pressemitteilung zur Kindertagesbetreuung.

[ 2 ]

Nationale Präventionskonferenz. (2016). Bundesrahmenempfehlungen der Nationalen Präventionskonferenz. Nationale Präventionskonferenz.

[ 2 ]Nationale Präventionskonferenz. (2016). Bundesrahmenempfehlungen der Nationalen Präventionskonferenz. Nationale Präventionskonferenz.

[ 3 ]

Geene, R., Richter-Kornweitz, A., Strehmel, P., et al. (2016). Gesundheitsförderung im Setting Kita. Prävention und Gesundheitsförderung, 11(4), 230–236. doi.org/10.1007/s11553-016-0559-9

[ 3 ]Geene, R., Richter-Kornweitz, A., Strehmel, P., et al. (2016). Gesundheitsförderung im Setting Kita. Prävention und Gesundheitsförderung

[ 4 ]

Hunger, I. (2022). Bewegung im Kontext frühkindlicher Bildung und Gesundheitsförderung (WiFF-Expertisen, Band 54). Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte.

[ 4 ]Hunger, I. (2022). Bewegung im Kontext frühkindlicher Bildung und Gesundheitsförderung (WiFF-Expertisen, Band 54). Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte.

[ 5 ]

Mutz, M., & Albrecht, P. (2017). Parents’ social status and children’s daily physical activity: The role of familial socialisation and support. European Journal of Public Health, 27(Suppl. 1), 84–90.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC564613

[ 5 ]Mutz, M., & Albrecht, P. (2017). Parents’ social status and children’s daily physical activity: The role of familial socialisation and support. European Journal of Public Health, 27(Suppl. 1), 84–90.

[ 6 ]

Zimmer, R. (2020). Handbuch Bewegungserziehung: Grundlagen für Ausbildung und pädagogische Praxis. Herder.

[ 6 ]Zimmer, R. (2020). Handbuch Bewegungserziehung: Grundlagen für Ausbildung und pädagogische Praxis. Herder.

[ 7 ]

Rütten, A., & Pfeifer, K. (Hrsg.). (2016). Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

[ 7 ]Rütten, A., & Pfeifer, K. (Hrsg.). (2016). Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

[ 8 ]

Krug, S., Jordan, S., Romefort, J., Neidhart, L., Loss, J., & Kuger, S. (2025). Bestandsaufnahme der Bewegungsförderung in Kitas in Deutschland: Ergebnisse einer Querschnittbefragung des BeweKi-Projekts. Journal of Health Monitoring, 10(4), e13413.

https://doi.org/10.25646/13413

[ 8 ]Krug, S., Jordan, S., Romefort, J., Neidhart, L., Loss, J., & Kuger, S. (2025). Bestandsaufnahme der Bewegungsförderung in Kitas in Deutschland: Ergebnisse einer Querschnittbefragung des BeweKi-Projekts. Journal of Health Monitoring, 10(4), e13413.

[ 9 ]

Bundesministerium für Gesundheit. (2022). Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Bestandsaufnahme (Langversion).

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen.html

[ 9 ]Bundesministerium für Gesundheit. (2022). Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Bestandsaufnahme (Langversion).

[ 10 ]

Voss, A., Graf, C., Schumann, M., Jasmund, C., Gugutzer, R., Schwarz, R., Ferrari, N., Mutz, M., Gramespacher, E., Tiemann, H., Beins, H. J., Krus, A., Firmino, N. M., Beudels, W., Zimmer, R., Schierz, M., Mauz, E., Keßel, P. & Boeti, A. (2019). Bewegung und Sport in der Kindheitspädagogik

https://doi.org/10.17433/978-3-17-028441-8

[ 10 ]Voss, A., Graf, C., Schumann, M., Jasmund, C., Gugutzer, R., Schwarz, R., Ferrari, N., Mutz, M., Gramespacher, E., Tiemann, H., Beins, H. J., Krus, A., Firmino, N. M., Beudels, W., Zimmer, R., Schierz, M., Mauz, E., Keßel, P. & Boeti, A. (2019). Bewegung und Sport in der Kindheitspädagogik.

[ 11 ]

Zimmer, R. (2025). Handbuch Psychomotorik: Theorie und Praxis der psychomotorischen Förderung von Kindern. Herder.

[ 11 ]Zimmer, R. (2025). Handbuch Psychomotorik: Theorie und Praxis der psychomotorischen Förderung von Kindern. Herder.

[ 12 ]

Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e. V. (2020). Bewegungsfreundliche Kita. https://www.dsj.de/kinderwelt/fachkraefte-kita-co/bewegungsfreundliche-kita

[ 12 ]Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e. V. (2020). Bewegungsfreundliche Kita.

[ 13 ]

Jugend- und Familienministerkonferenz & Kultusministerkonferenz. (2022). Gemeinsamer Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen. https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2004/2004_06_03-Fruehe-Bildung-Kindertageseinrichtungen.pdf

[ 13 ]Jugend- und Familienministerkonferenz & Kultusministerkonferenz. (2022). Gemeinsamer Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen.

[ 14 ]

Bahr, S., Stahl von Zabern, J., & von Zabern, L. (2016). Bewegungsverständnis in Bildungsplänen und der Frühpädagogik. In K. Fischer, G. Hölter, W. Beudels, C. Jasmund, A. Krus, & S. Kuhlenkamp (Hrsg.), Bewegung in der frühen Kindheit (S. 131–142). Springer VS.

[ 14 ]Bahr, S., Stahl von Zabern, J., & von Zabern, L. (2016). Bewegungsverständnis in Bildungsplänen und der Frühpädagogik. In K. Fischer, G. Hölter, W. Beudels, C. Jasmund, A. Krus, & S. Kuhlenkamp (Hrsg.), Bewegung in der frühen Kindheit (S. 131–142). Springer VS.

[ 15 ]

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen & Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. (2016). Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen. Herder.

[ 15 ]Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen & Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. (2016). Bildungsgrundsätze für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kindertagesbetreuung und Schulen im Primarbereich in Nordrhein-Westfalen. Herder.

[ 16 ]

Fischer, K. (2019). Einführung in die Psychomotorik. doi.org/10.36198/9783838548029

[ 16 ]Fischer, K. (2019). Einführung in die Psychomotorik.

[ 17 ]

Ungerer-Röhrich, U. (Hrsg.). (2011). Bewegungsförderung: Angebote und Projekte. Kindergarten heute. 

[ 17 ]Ungerer-Röhrich, U. (Hrsg.). (2011). Bewegungsförderung: Angebote und Projekte. Kindergarten heute.

[ 18 ]

Madeira Firmino, N. (2015). Bewegungsorientierte Sprachbildung und -förderung in der frühen Kindheit. Klinkhardt.

[ 18 ]Madeira Firmino, N. (2015). Bewegungsorientierte Sprachbildung und -förderung in der frühen Kindheit. Klinkhardt.

[ 19 ]

Zimmer, R. (2026). Handbuch Sprache und Bewegung. Herder.

[ 19 ]Zimmer, R. (2026). Handbuch Sprache und Bewegung. Herder.

[ 20 ]

Lensing-Conrady, R. (2015). Mathe bewegt: Vom Körperraum zum Zahlenraum. Borgmann.

[ 20 ]Lensing-Conrady, R. (2015). Mathe bewegt: Vom Körperraum zum Zahlenraum. Borgmann.

[ 21 ]

World Health Organization. (2019). Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5 years of age. World Health Organization.

[ 21 ]World Health Organization. (2019). Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5 years of age. World Health Organization.

[ 22 ]

Woll, A., Albrecht, C., & Worth, A. (2017). Motorik-Modul (MoMo) – das Modul zur Erfassung der motorischen Leistungsfähigkeit und der körperlich-sportlichen Aktivität in KiGGS Welle 2. Journal of Health Monitoring, 2(S3), 66–73.

[ 22 ]Woll, A., Albrecht, C., & Worth, A. (2017). Motorik-Modul (MoMo) – das Modul zur Erfassung der motorischen Leistungsfähigkeit und der körperlich-sportlichen Aktivität in KiGGS Welle 2. Journal of Health Monitoring, 2(S3), 66–73.

[ 23 ]Robert Koch-Institut. (2020). AdiMon-Themenblatt: Bewegungszeiten in der Kita.

[ 24 ]

Zimmer, R. (2023). Wissenschaftliche Begleitung des Programms „Profivereine und Vereine machen Kita“. https://www.profivereine-machen-kita.de/wp-content/uploads/Endbericht_PVmK_Zimmer_17032023.pdf

[ 24 ]Zimmer, R. (2023). Wissenschaftliche Begleitung des Programms „Profivereine und Vereine machen Kita“.

[ 25 ]

Zimmer, Renate (2021). Der Bewegungskindergarten. Reihe: Pädagogische Ansätze auf einen Blick. Herder.

[ 25 ]Zimmer, Renate (2021). Der Bewegungskindergarten. Reihe: Pädagogische Ansätze auf einen Blick. Herder.

[ 26 ]

Schwarz, R. (2017). Bewegung und Bildung im Kindergarten: Die BeBi-Studie. Qualitätseffekte von Bewegungskindergärten im empirischen Vergleich. Hofmann.

[ 26 ]Schwarz, R. (2017). Bewegung und Bildung im Kindergarten: Die BeBi-Studie. Qualitätseffekte von Bewegungskindergärten im empirischen Vergleich. Hofmann.

[ 27 ]

Anerkannter Bewegungskindergarten der Sportjugend NRW. (2026). Anerkannter Bewegungskindergarten. https://www.sportjugend.nrw/unsere-themen/bewegungskindergarten

[ 27 ]Anerkannter Bewegungskindergarten der Sportjugend NRW. (2026). Anerkannter Bewegungskindergarten.

[ 28 ]

Schwarz, R. (2024). Qualitätskatalog für Bewegungskitas: Handbuch für Kitas, Kitaträger und Beratungsstellen (2. Aufl.). DFL Stiftung & Deutsche Sportjugend im DOSB e. V.

[ 28 ]Schwarz, R. (2024). Qualitätskatalog für Bewegungskitas: Handbuch für Kitas, Kitaträger und Beratungsstellen (2. Aufl.). DFL Stiftung & Deutsche Sportjugend im DOSB e. V.

[ 29 ]

Popp, V., Gediga, G., & Ungerer-Röhrich, U. (2022). Qualität entwickeln mit und durch Bewegung in Kitas: Erste Ergebnisse des Verbundprojekts QueB. Frühe Bildung, 11(1), 37–45.

[ 29 ]Popp, V., Gediga, G., & Ungerer-Röhrich, U. (2022). Qualität entwickeln mit und durch Bewegung in Kitas: Erste Ergebnisse des Verbundprojekts QueB. Frühe Bildung, 11(1), 37–45.

[ 30 ]

Lensing-Conrady, R. (2019). Die psychomotorische Kindertagesstätte: Leitfaden zur Zertifizierung als „Anerkannte psychomotorische Kita“.

[ 30 ]Lensing-Conrady, R. (2019). Die psychomotorische Kindertagesstätte: Leitfaden zur Zertifizierung als „Anerkannte psychomotorische Kita“.

[ 31 ]

Machens, C., Keßel, P., & Meermann, D. (2021). Der Einfluss von Bewegungskindergärten auf die motorische Entwicklung von Kindern. Motorik, 44(1), 29–36.

[ 31 ]Machens, C., Keßel, P., & Meermann, D. (2021). Der Einfluss von Bewegungskindergärten auf die motorische Entwicklung von Kindern. Motorik, 44(1), 29–36.

[ 32 ]

KIBS – Kinder-Bewegungsstadt. (o. J.). Bürgerstiftung Osnabrück.

https://www.buergerstiftung-os.de/kibs

[ 32 ]KIBS – Kinder-Bewegungsstadt. (o. J.). Bürgerstiftung Osnabrück.

Zum Weiterlesen

Praxisanregungen zur Bewegungsförderung in der Kita

Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit. (o. D.). Spielen in der Kita. https://www.kindergesundheit-info.de/fachkraefte/kindergesundheit-in-der-kita/alltag-in-der-kita/spielen-in-der-kita

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. (2023). Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung in Kindertageseinrichtungen. https://publikationen.dguv.de/regelwerk/dguv-informationen/1425/wahrnehmungs-und-bewegungsfoerderung-in-kindertageseinrichtungen

Jost, M., & Beins, H. J. (2015). Bewegung und Spiel für die Kleinsten. Borgmann.

Müller, M., & Just, R. (2021). Beste Bewegungslandschaften. Herder.

Trommelen, S., & Beins, H. J. (2022). Überraschend alltäglich: Alltagsmaterialien in der Psychomotorik. Modernes Lernen.

Zimmer, R. (2021a). Bewegung erleben in der Kita. Herder.

Zimmer, R. (2021b). Bewegung erleben in der Krippe. Herder.

Zimmer, R. (2022). Der Bewegungskindergarten: Pädagogische Ansätze auf einen Blick. Herder.

Zimmer, R. (2023). Entspannung erleben in der Kita. Herder.

Zimmer, R. (2024). Schafft die Stühle ab! Plädoyer für einen bewegten Alltag. Herder.

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Der Impulsgeber Bewegungsförderung bleibt in Bewegung:

Wir erweitern unsere Inhalte und optimieren die Nutzung. Neben der Bewegungsförderung älterer Menschen werden künftig verstärkt auch Kinder und Jugendliche berücksichtigt. Erste Inhalte hierzu sind bereits verfügbar.