Sie sind hier: StartseiteServiceDaten und FaktenGesundheitsverhalten

Gesundheitsverhalten

Gesundheitsorientierung [10]

  • Ältere Menschen unternehmen immer mehr, um ihre Gesundheit zu erhalten.
  • In der Altersgruppe der 70- bis 74-Jährigen geben 45 Prozent in einer Umfrage an, stark auf ihre Gesundheit zu achten; im Jahr 1993 waren es noch 40 Prozent.
  • Bei den 75-Jährigen und Älteren ist im gleichen Zeitraum ein Anstieg von 35 Prozent auf 46 Prozent zu verzeichnen.

Prävention

Teilnahme an verhaltenspräventiven Maßnahmen [11]

  • In der Altersgruppe der 65- bis 79-Jährigen nahmen 2013 rund 21 Prozent an mindestens einer verhaltenspräventiven Maßnahme teil, Frauen (26 Prozent) häufiger als Männer (16 Prozent).
  • Unterschiede gibt es beim Sozialstatus:

Bei Frauen mit niederem Sozialstatus nahmen 23 Prozent Präventionsangebote in Anspruch, bei Frauen mit hohem Sozialstatus waren es 38 Prozent.

Bei Männern war dieser Unterschied noch größer: 7 Prozent der Männer mit niederem Sozialstatus nahmen Präventionsangebote in Anspruch im Gegensatz zu 24 Prozent der Männer mit hohem Sozialstatus.

Bewegung

Körperliche Aktivität laut Empfehlung der WHO [12]

  • In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen erreichen 18 Prozent das von der WHO empfohlene Mindestmaß an körperlicher Aktivität von mindestens 2,5 Stunden pro Woche.
  • In der Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen sind es 14 Prozent.

Gesundheitsfördernde Effekte der Bewegung

  • Das Risiko, an koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck, Schlaganfall oder Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, ist für aktive Menschen deutlich geringer.[13]
  • Bewegungs- und Sportaktivitäten bewirken eine Steigerung des Wohlbefindens, die Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit und eine Verringerung der Sturzgefährdung bei älteren Menschen.
  • Regelmäßige körperliche Aktivität ist entscheidend für eine selbstständige Lebensführung und individuelle Mobilität. Ein körperlich aktiver Lebensstil trägt wesentlich zu einem gesunden Altern bei.
    Umgekehrt können inaktive Lebensstile chronische Krankheitsentwicklungen forcieren und auch den Erhalt der Selbstständigkeit gefährden. [14]


Literaturangaben

[10] Generali Zukunftsfonds (Herausgeber) (2012): Generali Altersstudie 2013, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, S. 266.

[11] Jordan S, von der Lippe E (2013): Teilnahme an verhaltenspräventiven Maßnahmen. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsblatt. 56:878-884, Tabelle 1. (Download, 431 KB)  [abgerufen am 16.8.2016]

[12] Krug S, Jordan S, Mensik G, Müters S, Finger JD, Lampert T (2013): Körperliche Aktivität - Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS 1). Bundesgesundheitsblatt, 56:765-771, Tabelle 3. (Download, 479 KB)  [abgerufen am 16.8.2016]

[13] Geuter G, Hollederer A (2012): Bewegungsförderung und Gesundheit – eine Einführung. In: Geuter G, Hollederer A (Herausgeber): Handbuch Bewegungsförderung und Gesundheit, Huber, Bern, S. 7. (Download, 4,8 MB)  [abgerufen am 22.8.2016]

[14] Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (2011): Gesundheit durch Bewegung fördern. Empfehlungen für Wissenschaft und Praxis, S. 47. (Download, 2,7 MB)  [abgerufen am 22.8.2016]