Webanalyse / Datenerfassung

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Woran man gute Beratung zur Pflege erkennt

Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen müssen weitreichende Entscheidungen zur Pflege treffen und stehen dabei vor zahlreichen Fragen und praktischen Herausforderungen. Hierbei kann professionelle Beratung zur Pflege unterstützen. Sie ist in Deutschland für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen kostenlos zugänglich und wird unter anderem von Pflegekassen, privaten Pflegeversicherungen und lokalen Beratungsstellen wie Pflegestützpunkten angeboten. Bundesweit gibt es also sehr viele unterschiedliche Beratungsangebote. Für Ratsuchende ist es nicht immer leicht, sich zu orientieren sowie einzuschätzen, was eine gute Beratung ausmacht und was sie davon erwarten können.

Kurzratgeber bietet Orientierung

Hier setzt der neue Kurzratgeber „Beratung zur Pflege“ der gemeinnützigen Fachstiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) an. Dieser zeigt unter anderem auf, welche Themen und Ziele professionelle Beratung zur Pflege haben kann und wie sie ablaufen sollte.

„Gute Beratung geht über Informationsvermittlung hinaus. Wichtig ist dabei insbesondere, dass die individuelle Lebenssituation der zu Beratenden berücksichtigt wird. Darauf sollte die Beratung aufbauen und dabei helfen, Handlungsmöglichkeiten abzuwägen sowie sich eigenständig zu entscheiden“, erklärt Daniela Sulmann, Geschäftsleiterin und Pflegeexpertin im ZQP. Dafür werden Vorgehen, Themen, Ziele und Maßnahmen gemeinsam mit der pflegebedürftigen Person und gegebenenfalls ihren Angehörigen abgesprochen. „Ein wichtiger Aspekt hierbei ist auch, Gesundheitsrisiken zu erkennen und Gesundheitsproblemen vorzubeugen“, betont Sulmann.

Merkmale guter Beratung

Der Kurzratgeber benennt zudem zehn konkrete Merkmale guter Beratung zur Pflege und erläutert, worauf Ratsuchende achten können. Dazu gehört, dass die Beratung von einer entsprechend qualifizierten Person durchgeführt wird. Zu gesundheitlichen und pflegepraktischen Themen beraten beispielsweise Pflegefachpersonen. Ein weiterer Punkt: Informationen zu Ansprüchen, Leistungen und Pflegeangeboten sind ausführlich und nachvollziehbar, Fragen werden hilfreich beantwortet. Gute Beratung begleitet außerdem aktiv dabei, passende Leistungen und Hilfen auszuwählen und zu erhalten.

„Ich würde pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen empfehlen, sich vor einer Beratung Notizen zu wichtigen Themen und Fragen zu machen. Zum Beispiel: Was funktioniert aktuell gut? Wo fehlt Entlastung? Was muss sich ändern? So kann man gezielter ansprechen, was für die eigene Pflegesituation wirklich relevant ist“, so Sulmann. „Dabei ist ein offener, vertrauensvoller Austausch zwischen den beteiligten Personen besonders wichtig, damit die Beratung gelingen kann“, erklärt die Pflegeexpertin.

Zitiert nach einer Meldung des Zentrums für Qualität in der Pflege vom 02.09.2026.

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