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Demenz

Pflegestärkungsgesetze

Derzeit sind 2,7 Millionen Menschen in Deutschland auf Pflege angewiesen (Stand: 12/2015). Man geht davon aus, dass sich diese Zahl in den kommenden anderthalb Jahrzehnten um eine knappe weitere Million auf rund 3,5 Millionen Menschen erhöhen wird. Die Pflegeversicherung, die das Risiko, pflegebedürftig zu werden, absichert, hat sich hier seit ihrer Einführung 1995 bewährt. Um die Pflege weiterzuentwickeln und die Unterstützung für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte auszuweiten, hat die Bundesregierung zum 1. Januar 2015 das Erste Pflegestärkungsgesetz (PSG I) eingeführt. Mit Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) am 1. Januar 2016 wurde zudem die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und des neuen Begutachtungsinstruments zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit in der Pflegeversicherung gesetzlich verankert. Das Dritte Pflegestärkungsgesetz trat am 1. Januar 2017 in Kraft, damit wird die Pflegeberatung gestärkt und die Zusammenarbeit der Verantwortlichen in den Kommunen ausgebaut.

Mehr Informationen zu den Pflegestärkungsgesetzen

Pflege-Neuausrichtungsgesetz

Am 21. September 2012 hat der Deutsche Bundestag das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz abschließend beraten. Demenziell Erkrankte in der ambulanten Pflege erhalten ab dem 1. Januar 2013 höhere Leistungen, es gibt mehr Wahlmöglichkeiten in der Betreuung für Pflegebedürftige, und pflegende Angehörige werden besser unterstützt. Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz macht es für Angehörige einfacher, sich auch einmal eine Auszeit zu gönnen. Es gibt Verbesserungen, wenn Angehörige die Kurzzeit- oder Verhinderungspflege nutzen, und die rentenrechtliche Situation wird besser. Die Sonderausgabe Juli 2012 der "Gesundheitspolitische Informationen" des Bundesministeriums für Gesundheit bietet weitere Informationen zum neuen Gesetz.

Zum Download der Sonderausgabe "Gesundheitspolitische Information"

Ratgeber Demenz - Informationen für die häusliche Pflege von Menschen mit Demenz

Wer sich entscheidet, einen an Demenz erkrankten Angehörigen zu pflegen, stellt sich einer großen Herausforderung. Die vorliegende Broschüre des Bundesgesundheitsministeriums erläutert nach einem kurzen Blick auf das Krankheitsbild Demenz, wie Ihnen die Pflegestärkungsgesetze bei der Betreuung Ihres von einer Demenz betroffenen Angehörigen helfen, welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen und wie Sie Hilfe beim Helfen erhalten können.

Zur Bestellung und zum Download der Broschüre "Ratgeber Demenz - Informationen für die häusliche Pflege von Menschen mit Demenz"

Online-Portal "Wegweiser Demenz"

Mit dem interaktiven Serviceportal "Wegweiser Demenz" bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Informationssystem, das Wissen und Ratschläge zum Thema Demenz transparent und leicht nutzbar zur Verfügung stellt. Über Internetforen als Austauschplattform wird die Vernetzung und der Austausch zwischen Akteuren gefördert.

Zum Online-Portal "Wegweiser Demenz"

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.

Die DAlzG und ihre Mitgliedsgesellschaften sind Selbsthilfeorganisationen. Sie setzen sich für die Verbesserung der Situation von Demenzkranken und ihren Familien ein. Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen, Menschen, die ehrenamtlich oder beruflich mit Demenzkranken zu tun haben, sowie alle Interessierten finden auf diesen Seiten Informationen rund um das Thema Demenz (insbesondere zur Alzheimer-Krankheit), hilfreiche Tipps und Adressen. Eine Vielzahl an Factsheets, Broschüren und Flyern stehen zum Download bereit.

Zur Webseite der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Zu den Downloads der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Alzheimer erkennen

Unter dem Titel „Alzheimer erkennen“ bietet die Deutsche Seniorenliga einen Ratgeber für Betroffene und Angehörige an. Er beschreibt die Symptome der Alzheimererkrankung, Diagnosemethoden und Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus wird erläutert, welche Überlegungen betroffene Familien nach der Diagnose anstellen sollten.

Zur Bestellung der Broschüre "Alzheimer erkennen"

DGE-Praxiswissen - Essen und Trinken bei Demenz

Die Broschüre der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) "Essen und Trinken bei Demenz" liefert einen kurzen Einstieg in das Krankheitsbild und stellt es in Bezug zur Ernährung von Demenzkranken. Sie richtet sich an Fachkräfte in der Gemeinschaftsverpflegung von Seniorinnen und Senioren und ist gegen eine Versandkostenpauschale beim DGE-Medienservice erhältlich.

Zur Bestellung der Broschüre "Essen und Trinken bei Demenz"

Essen und Trinken bei Menschen mit Demenz: Band 3: Türen öffnen zum Menschen mit Demenz

Der Ratgeber des Kuratorium Deutsche Altershilfe vermittelt auf anschauliche Weise notwendige ernährungsphysiologische Grundkenntnisse und weckt das Bewusstsein, um Warnsignale (Dehydration, Vitaminmangel etc.) bei der Fehlernährung von zu Betreuenden zu erkennen. Er ist praxisnah, informativ und didaktisch gut aufbereitet. Hervorhebenswert sind die übersichtliche Gestaltung, die vielen Fallbeispiele und praktischen Tipps. 88 Seiten, € 9,80

Zur Bestellung der Broschüre "Essen und Trinken bei Menschen mit Demenz"

Informationsblatt „Die Epidemiologie der Demenz“ im Internet

In Deutschland leben gegenwärtig mehr als 1,4 Millionen Demenzkranke; zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Jahr für Jahr treten fast 300.000 Neuerkrankungen auf. Infolge der demografischen Veränderungen kommt es zu weitaus mehr Neuerkrankungen als zu Sterbefällen unter den bereits Erkrankten. Aus diesem Grund nimmt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich zu. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, wird sich nach Vorausberechnungen der Bevölkerungsentwicklung die Krankenzahl bis zum Jahr 2050 auf etwa 3 Millionen erhöhen. Dies entspricht einem mittleren Anstieg der Zahl der Erkrankten um 40.000 pro Jahr oder um mehr als 100 pro Tag. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft veröffentlicht ein Informationsblatt mit aktuellen Zahlen und Daten.

Download des Informationsblatts "Die Epidemiologie der Demenz" (143 KB)