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Sechstes Monitoring zeigt weitere Fortschritte bei der Umsetzung

Am 16. Juni 2026 hat die Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie der Steuerungsgruppe den sechsten Bericht zum Umsetzungsstand der Strategie vorgelegt. Grundlage ist das aktuelle Monitoring der bis Ende 2025 fälligen Maßnahmen, deren aktueller Stand zum Anfang dieses Jahres bei den Akteuren abgefragt wurde.

Ergebnisse des Monitorings

Von den 26 Maßnahmen mit Umsetzungszeitpunkt Ende 2025 wurden 15 (58 %) als abgeschlossen gemeldet, zehn (38 %) sind in Umsetzung oder teilweise abgeschlossen; eine Maßnahme wurde nicht umgesetzt. Betrachtet man alle bislang abgefragten 142 Maßnahmen mit Umsetzungszeitpunkt bis Ende 2025, sind 70 % abgeschlossen und 28 % in Umsetzung. In allen vier Handlungsfeldern bewegen sich die Abschlussquoten der Maßnahmen um die 70 % (Forschung 75 %, Teilhabe 71%, Beratung und Unterstützung 69 % und Medizin und Pflege 67 %).
Betrachtet man alle 166 Maßnahmen, die die Nationale Demenzstrategie enthält, sind davon inzwischen 99 (60 %) abgeschlossen, 40 weitere (24 %) befinden sich in der Umsetzung. Zwei Maßnahmen konnten nicht umgesetzt werden.

Der vollständige Bericht steht hier zum Download zur Verfügung, unser Onepager zeigt die Ergebnisse des Berichts außerdem noch einmal übersichtlich auf einer Seite.

Blick über das Monitoring hinaus

Neben den Monitoring-Ergebnissen wirft der Bericht 2026 erstmals einen genaueren Blick auf die Webformate "Maßnahmen im Fokus" und "Ziel im Fokus". Diese stellen einzelne Maßnahmen und Ziele ausführlich dar und zeigen, wie sich deren Umsetzung auch über den formalen Monitoring-Zeitpunkt hinaus entwickelt. Damit ergänzt der Bericht die quantitativen Monitoring-Daten um qualitative Einblicke in den Fortschritt einzelner Vorhaben – etwa zu Lokalen Allianzen, kultursensiblen Beratungsangeboten, Delirprävention oder Studien wie der D80+-Studie (durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) und dem Cologne Center of Ethics, Rights, Economics and Social Siences of Health (ceres)) oder dem Projekt "RAUM!Erleben" (durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)).

Engagement im Netzwerk und Ausblick auf die Fortsetzung

Der Bericht bestätigt zum einen, dass die Maßnahmen der NDS zum Start Mitte 2020 mit Augenmaß für die Machbarkeit vereinbart wurden. Zum anderen zeigt er erneut das anhaltende Engagement der Akteure im Netzwerk Nationale Demenzstrategie. Dies zeigt sich unter anderem in der Beteiligung an Veranstaltungen, Workshops und Befragungen sowie in der Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise im Rahmen der Woche der Demenz. Auf der Netzwerktagung kamen viele Akteure ins Gespräch, unter anderem zur Weiterentwicklung der Strategie ab 2027. Denn parallel zur laufenden Umsetzung wurden im Berichtszeitraum die Grundlagen für die Fortsetzung weiterentwickelt. In thematischen Arbeitsgruppen, orientiert an den Handlungsfeldern der WHO, wurden unter anderem die Bereiche Prävention, Teilhabe, Beratung und Unterstützung sowie die Vernetzung im Versorgungssystem als Schwerpunkte identifiziert.

Bei schwer pflegebedürftigen Menschen stoßen allgemeine Empfehlungen allerdings an ihre Grenzen. „Wer mit Pflegegrad fünf in einem Zimmer mit mehr als 34 Grad lebt, braucht mehr“, mahnt Dr. Clemens Becker. Dann müsse geprüft werden, wie sich die Situation entschärfen lasse, so der erfahrene Altersmediziner – beispielsweise durch eine Verlegung in eine Kurzzeitpflege mit klimatisierten Räumen. Auch müsse es dann manchmal eine Infusion statt eines Glases Wasser sein, um dem Körper schneller mehr Flüssigkeit zuzuführen.

Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt
„Die aktuelle Hitzewelle wird vorübergehen. Die Aufgabe, hochbetagte Menschen besser vor Hitze zu schützen, bleibt“, fasst deshalb DGG-Präsident Prof. Michael Denkinger zusammen. „Natürlich brauchen wir langfristig Gebäude, die besser vor Hitze schützen. Die Menschen, die heute in aufgeheizten Wohnungen oder Pflegeeinrichtungen leben, können darauf aber nicht warten.“

Pragmatische Sofortmaßnahmen und langfristige Lösungen seien dabei keine Gegensätze, sondern gehörten zusammen, so der Chefarzt und Ärztliche Direktor der Agaplesion Bethesda Klinik Ulm. „Wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass Angehörige oder engagierte Nachbarn diese Aufgabe dauerhaft allein schultern!“

„Die ältesten und verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft“, betont der DGG-Präsident, „haben Anspruch auf einen verlässlichen Hitzeschutz – heute durch pragmatische Hilfe und morgen durch Strukturen, die den Folgen zunehmender Hitzewellen gerecht werden.“

Zitiert nach einer Pressemitteilung der Nationalen Demenzstrategie vom 02.07.2026.

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