Brillen

Autor: Dr. rer. nat. Andreas Berke

„Ich sehe nicht mehr gut“ - In den allermeisten Fällen steckt hinter dieser Aussage schlicht eine Fehlsichtigkeit. Mit einer individuell angepassten Brille ist das Problem dann schon behoben. Einige Punkte gilt es dabei allerdings zu beachten:

  • Die notwendige Stärke der Gläser sollten Spezialistinnen bzw. Spezialisten exakt ermitteln.
  • Gerade die Augen älterer Menschen sollten regelmäßig untersucht werden. Hat sich die Fehlsichtigkeit geändert, dann muss die Brille hieran angepasst werden.
  • Die Brille sollte gut sitzen, damit keine störenden Druckstellen auftreten.

Spätestens ab dem 50. Lebensjahr benötigt man, wenn sich die sogenannte Alterssichtigkeit eingestellt hat, eine Sehhilfe für das Sehen in der Nähe. Fehlsichtigen Menschen stehen Zweistärkenbrillen (Bifokalbrillen) zur Verfügung, bei denen der obere Teil für das Sehen in der Ferne die nötige Korrektion bietet, der untere das Sehen in der Nähe unterstützt. Auch bei Gleitsichtbrillen ist der obere Teil des Glases für das Sehen in der Ferne gedacht, der untere für die Nahsicht; der Übergang zwischen beiden Bereichen ist gleitend. Eine Gleitsichtbrille ist ein anspruchsvolles optisches Hilfsmittel, das von Fachleuten exakt angepasst werden muss. Wenn ältere Menschen zum ersten Mal eine Gleitsichtbrille erhalten, steigt die Gefahr zu stolpern. Gegebenenfalls ist ein längerer Gewöhnungsprozess an die neue Brille erforderlich. Für feine Naharbeiten und für das Lesen im Bett ist es eventuell hilfreich, sich zusätzlich eine Nahbrille anzuschaffen. Für das Arbeiten am Computer gibt es Brillen, die genau auf das Sehen im Abstand zum Monitor abgestimmt sind.

Nur Fachleute wie Augenoptiker sollten Hilfsmittel anpassen und abgeben, auch für das Training im Umgang mit den Hilfsmitteln sind sie die richtigen Ansprechpartner.