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Alkoholkonsum im Alter

Alkoholkonsum im Alter

Ein Glas Wein oder Bier zum Essen ist häufig eine Gewohnheit, die viele Menschen – auch ältere – in ihrem Alltag kaum hinterfragen. Doch mit fortgeschrittenem Alter verträgt der Körper den Konsum von Alkohol deutlich schlechter. Dieselbe Menge an Alkohol belastet die Gesundheit älterer Menschen deutlich stärker als die von jungen. Die verbreitete Annahme, dass Alkohol in kleinen Mengen gesund sei und sogar vor Herzerkrankungen schützt, ist durch neuere Studien widerlegt. Der Konsum von Alkohol kann weitreichende Auswirkungen haben und auch bei folgenden Symptomen eine Rolle spielen:

  • Schlafstörungen
  • Verwirrtheit und mangelnde Konzentration
  • Gangunsicherheit und Stürze
  • Ängste und depressive Verstimmungen
  • Verstärkung bereits bestehender Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck

Doch Vorsicht, diese Auswirkungen können bei älteren Menschen leicht mit Altersbeschwerden verwechselt werden.

Alkohol und Medikamente

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn regelmäßig Medikamente eingenommen werden, denn

  • Alkohol kann die Wirkung der Medikamente verringern oder sogar aufheben.
  • Alkohol kann, auch bei freiverkäuflichen Mitteln, zu gefährlichen Wechselwirkungen führen.

Bei der Einnahme vieler Medikamente sollte möglichst vollständig auf Alkohol verzichtet werden. Es ist grundsätzlich ratsam, das Gespräch mit der Hausärztin/dem Hausarzt sowie der Apothekerin/dem Apotheker zu suchen.

Gewohnheitstrinken – eine unbemerkte Gefahr

Ändern sich die gewohnten Lebensumstände, beginnt der Eintritt in den Ruhestand oder stirbt die Partnerin oder der Partner, dann greifen manche ältere Menschen zu Alkohol. Das Risiko in eine Abhängigkeit zu geraten ist besonders hoch, wenn durch den Alkoholkonsum unangenehme Gefühle wie Einsamkeit betäubt werden sollen.

Ein Alkoholproblem bleibt bei älteren Menschen manchmal zunächst unbemerkt. Zunehmend an Alkohol zu denken oder schleichend immer mehr zu trinken, können deutliche Warnzeichen für einen problematischen Umgang mit Alkohol sein. Wenn Sie ein Alkoholproblem bei sich oder bei Angehörigen vermuten, holen Sie sich Hilfe.

Es lohnt sich, den Alkoholkonsum zu reduzieren oder sogar ganz auf Alkohol zu verzichten. Viele Menschen spüren schon innerhalb kurzer Zeit die positive Wirkung: Die geistige und körperliche Verfassung verbessert sich und die Energie steigt.

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Weitere Informationen

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