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Gerlach ruft zur Krebsvorsorge auf – Bayerns Gesundheitsministerin zum Weltkrebstag am 4. Februar

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach hat anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar dazu aufgerufen, die Angebote zur Krebsfrüherkennung konsequent wahrzunehmen. Gerlach betonte am Dienstag in München: „Krebserkrankungen sind weiterhin die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Allein in Bayern sind im Jahr 2024 mehr als 33.000 Menschen an Krebs verstorben – 15.595 Frauen und 17.440 Männer. Diese Zahlen machen deutlich, wie zentral Vorsorge und Früherkennung sind.“ Gerlach fügte hinzu: „Bei einer rechtzeitigen Diagnose ist die Prognose heute in vielen Fällen günstiger denn je. Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen können ganz konkret Leben retten. Sie tragen dazu bei, dass Erkrankungen gar nicht erst entstehen oder so früh entdeckt werden, dass die Heilungschancen deutlich steigen.“

Die Ministerin erläuterte: „In Deutschland gibt es ein breites und bewährtes Programm zur Krebsfrüherkennung – etwa für Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Hautkrebs oder Prostatakrebs und bis zum Sommer 2026 auch für Lungenkrebs“. Diese Untersuchungen sind ein zentraler Baustein der Gesundheitsvorsorge und die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.“

Gerlach betonte zudem: „Jährlich erhalten zehntausende Menschen in Bayern die Diagnose Krebs. Konkret wird bayernweit jedes Jahr bei rund 65.000 Menschen eine Krebserkrankung neu festgestellt.  Die häufigsten Krebsarten sind bei Frauen Brust-, Darm- und Lungenkrebs, bei Männern Prostata-, Darm- und Lungenkrebs.“

Gerlach fügte hinzu: „Neben der Früherkennung spielt auch der Lebensstil eine entscheidende Rolle. Denn mehr als ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen in Deutschland sind auf vermeidbare oder zumindest beeinflussbare Risikofaktoren zurückzuführen, darunter Aspekte des Lebensstils, Infektionen und Umweltfaktoren. Heute wissen viel mehr Menschen als früher, dass sie mit ausreichend Bewegung, einer gesunden Ernährung, mit dem Verzicht aufs Rauchen und auf Alkoholkonsum sowie mit Schutz vor UV-Strahlung das Risiko für Krebserkrankungen aktiv senken können. Gleichzeitig darf aber auch nicht vergessen werden, dass längst nicht jede Krebserkrankung mit einem gesunden Lebensstil zu verhindern ist.“

Die Ministerin unterstrich: „Wir wollen Krebserkrankungen wirksam vorbeugen, wo immer möglich, sie früher erkennen und Betroffene noch gezielter behandeln. Dabei setzen wir auch auf unseren Masterplan Prävention und gehen entschlossen voran – mit innovativen Projekten, die Prävention und medizinischen Fortschritt zusammenbringen.“

Beispielsweise werden im Rahmen des Förderaufrufs „Frauengesundheit und KI“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention von 2024 drei innovative über drei Jahren mit insgesamt rund drei Millionen Euro unterstützt. Zwei der geförderten Vorhaben konzentrieren sich auf eine optimierte Diagnostik und Therapie bei Krebserkrankungen: Das Projekt „GO-TWIN“ setzt auf KI-gestützte Verfahren, um die Ausdehnung von Tumoren bei Eierstockkrebs präziser vorherzusagen und die chirurgische Entfernbarkeit besser einschätzen zu können. Das Projekt „DENSE-BAVARIA“ widmet sich der Früherkennung von Brustkrebs sowie von Erkrankungen des zentralen Herz-Kreislauf-Systems. Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz soll es künftig möglich werden, bei MRT-Untersuchungen auf Kontrastmittel zu verzichten und damit potenzielle Nebenwirkungen zu reduzieren.

Auch das mit rund 200.000 Euro geförderte Pilotprojekt „Smart Regio Derm“ dient der Krebsfrüherkennung. Mit einem Ganzkörperhautscanner in der Gemeinde Ried im Landkreis Aichach-Friedberg werden Aufnahmen gemacht, die dann von Spezialisten an der Hautklinik des Klinikums Rechts der Isar der Technischen Universität München auf Anzeichen von Hautkrebs analysiert werden.

Zitiert nach einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention vom 03.02.2026

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