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Arbeitshilfe „Partizipation“

Die folgende Darstellung ist ein Ausschnitt aus der Arbeitshilfe „Partizipation“. Die vollständige Arbeitshilfe können Sie hier  herunterladen.

Die Textfelder öffnen sich durch Anklicken.

Kachel Bedeutung von Partizipation Kachel Bedeutung von Partizipation

In diesem Abschnitt lesen Sie, was Partizipation in der Gesundheitsförderung älterer Menschen bedeutet und warum sie wichtig ist.

Partizipation bedeutet, die Mitglieder der Zielgruppe möglichst in alle Phasen der Gesundheits­förderung – Bedarfserhebung, Planung, Umsetzung, Bewertung – einzubeziehen. Sie sollen befähigt werden, ihre eigenen Bedürfnisse, Ideen und Vorstellungen zu formulieren und über die Gestaltung von Aktivitäten mitzuentscheiden. Partizipation ist ein Entwicklungs­prozess, in dem die Zielgruppe zunehmend Entscheidungskompetenz gewinnt.

BEDEUTUNG VON PARTIZIPATION FÜR ÄLTERE MENSCHEN

Beteiligungsmöglichkeiten bieten nicht nur den Menschen Vorzüge, an die sich die Maßnahmen der Gesundheitsförderung richten. Sie sind auch für die ein Gewinn, die solche Maßnahmen durchführen.

VORTEILE FÜR DIE BETEILIGTEN MENSCHEN

Zusammenhang zwischen Partizipation und wahrgenommener Lebensqualität
Gesundheit im Alter zeigt sich weniger in einer vollständigen Abwesenheit von Krankheit als vielmehr in der Aufrechterhaltung einer hohen Lebensqualität und selbstbestimmten Lebens­führung. Studien haben gezeigt, dass es positive Zusammenhänge zwischen Partizipation und wahrgenommener Lebensqualität gibt. Partizipation in der Gesundheitsförderung kann daher durchaus eine positive Wirkung auf die subjektiv erlebte Lebensqualität haben.

Selbstwirksamkeit und Altersbilder 
Durch Beteiligungsprozesse erleben Menschen, dass sie etwas bewirken können. Sie erleben sich als „selbstwirksam“. Das hat auch Auswirkungen auf die Wahrnehmung der eigenen Lebens­phase. Die Partizipationserfahrung trägt so zu einem positiven Einfluss auf das Bild bei, das sich Menschen von ihren Möglichkeiten und Grenzen im Rahmen des Älterwerdens machen.

Gefühl der Anerkennung 
Auch das Gefühl wertgeschätzt zu werden wird durch Partizipation gefördert. Viel zu oft stehen beim Thema Alter nur der Verlust von Fähigkeiten und Möglichkeiten im Fokus. Partizipation als aktiver Prozess ermöglicht einen anderen Blick.

Kachel Umsetzungsstufen Partizipation Kachel Umsetzungsstufen Partizipation


In diesem Abschnitt können Sie Ihr methodisches Wissen vertiefen und lernen, welche Faktoren dazu beitragen, dass die Beteiligung von Betroffenen erfolgreich umgesetzt werden kann. Außerdem erfahren Sie mehr über die verschiedenen Umsetzungsstufen von Partizipation.

Die folgende Abbildung illustriert verschiedene Stufen von Partizipation. Zu jeder Umsetzungs­stufe finden Sie eine Erläuterung und ein Beispiel. Bitte klicken Sie hierzu auf das jeweilige Stufenfeld.

Information Anhörung Einbeziehung Mitbestimmung Enscheidungskompetenz Selbstorganisation Partizipation im Alter
Kachel Handlungsempfehlungen und Good Practice-Beispiele Kachel Handlungsempfehlungen und Good Practice-Beispiele


In diesem Abschnitt erhalten Sie weitere Handlungsempfehlungen sowie Beispiele Guter Praxis zur Umsetzung von Beteiligungsprozessen.

STÄRKEN SIE PARTIZIPATIONSCHANCEN!
Auch im Alter gilt: Der Zusammenhang zwischen sozialer Benachteiligung und Gesundheit ist hoch und Partizipations­chancen sind ungleich verteilt. Die Gefahr besteht, dass die Partizipa­tions­möglichkeiten vor allem von jenen Personen genutzt werden, die zum Beispiel einen hohen Bildungsstand haben. „Das bringt doch nichts!“ oder „Wen interessiert schon meine Meinung?!“ sind oft Aussagen derjenigen, die in der Gesellschaft weniger Gehör finden.

Ein erster Schritt kann sein, Sensibilität für gleiche Teilhabechancen zu entwickeln. Dies gelingt umso besser, je genauer man die Zielgruppe und ihre Lebenslage vor Ort kennt. Dazu gehört auch die Kenntnis ihrer Erfahrungen bei Beteiligungsprozessen. Sind den Fachleuten die Partizipationshürden der Zielgruppe bekannt, können sie darauf hinwirken, sie abzubauen.

BEISPIELE GUTER PRAXIS FÜR PARTIZIPATION
Weitere anschauliche Erfahrungen für die Partizipation älterer Menschen in der Gesundheits­förderung dokumentieren sich in den Projekten, die vom Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit bereits als Good Practice-Projekte ausgezeichnet wurden. Weitere Beispiele können über die Projektdatenbank des Programms „Gesund & aktiv älter werden“ recherchiert und abgerufen werden (www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/projektdatenbank/recherche-von-angeboten-in-der-projektdatenbank/).