Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Soziale Kontakte stärken Demenzkranke und können Krankheitsverläufe verbessern

Nach aktuellen Schätzungen leben in Deutschland 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Diese Zahl könnte bis zum Jahr 2050 auf bis zu 2,8 Millionen ansteigen. Bisher standen bei der Ver­sorgung von Menschen mit Demenz vor allem medizinische und pfleger­ische Aspekte im Vorder­grund, mit der jetzt veröf­fentlichten Studie rücken nun auch psycho­soziale Aspekte stärker in den Fokus.

Die Studie „Identifikation relevanter psychosozialer Faktoren in der Entstehung, Behandlung und Versorgung von Menschen mit Demenz“ des Deutschen Zentrums für Neuro­degenerative Erkrankungen (DZNE) untersucht die Wirkung unter­schiedlicher Maßnahmen bei der Behandlung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Zentrales Ergebnis: Von Demenz betroffene Menschen, die in ihrem gewohnten Umfeld betreut werden und sozial ein­gebunden sind, weisen bessere Krankheits­verläufe auf. Die Studie wurde vom Bundes­ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus:„Mit der Diagnose „Demenz“ kommen nicht nur auf die Betroffenen, sondern auch auf Angehörige ein­schneiden­de Veränderungen zu. Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass wir bei der Versorgung von Menschen mit Demenz neben medizin­ischen auch die sozialen Aspekte in den Vorder­grund stellen müssen. Als Gesellschaft müssen wir alles dafür tun, dass Demenz­kranke so lange wie möglich selbst­ständig und selbst­bestimmt in ihrem gewohnten Zuhause leben können und in soziale Aktivitäten eingebunden sind. Es ist wichtig, dass sich Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen wert­geschätzt und wahr­genommen fühlen. Als Bundes­familien­ministerium fördern wir beispiels­weise im Rahmen der „Nationalen Demenz­strategie der Bundes­regierung“ lokale Allianzen für Menschen mit Demenz mit dem Ziel, dass sich Akteure vor Ort besser vernetzen, um gemeinsam mit Betroffenen passende Angebote zu entwickeln.“

Die Ergebnisse der Studie geben wichtige Hinweise für ein gutes Miteinander mit an Demenz er­krankten Menschen sowie ihrer Pflege und Behandlung: Demnach spielt die eigene Lebens­welt für Menschen mit Demenz eine besonders wichtige Rolle. Gute und regel­mäßige soziale Kontakte, vor allem gemein­same Aktivitäten, die das soziale Mit­einander fördern und den Menschen mit Demenz aktiv am Alltag teil­haben lassen, wirken sich positiv auf Demenz­symptome aus. Die Studie bestätigt mit ihren Ergebnissen Unter­suchungen aus dem Ausland, die zuvor ähnliche Ergebnisse nahegelegt hatten.

Die Forscherinnen und Forscher des DZNE bezogen in ihrer Arbeit sowohl Mit­arbeitende aus Pflege und medizinischer Versorgung, Ehren­amtliche als auch betreuende Angehörige in Fokus­gruppen­diskussionen ein.

Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Sprecher des DZNE-Standorts Rostock/Greifswald: „Die inten­siven Diskussionen mit den Studien­teilnehmenden bestätigen, dass psycho­soziale Faktoren eine hohe Bedeutung haben – sowohl für die Lebens­qualität als auch für die Autonomie und die soziale Teilhabe von Menschen mit Demenz. Wenn die psycho­sozialen Aspekte gezielt gestärkt werden, beeinflusst das den Krankheits­verlauf positiv und unter­stützt die pflegenden Angehörigen.“

Studienkoordinatorin Dr. Francisca S. Rodriguez:„Ein zusprechendes, anerken­nendes und liebe­volles soziales Umfeld kann die positiven Aus­wirkungen psycho­sozialer Maßnahmen noch zusätzlich verstärken“.

Aus den Ergebnissen der Fokusgruppen-Diskussionen leiten die Forschenden konkrete Handlungs­empfehlungen ab. Danach ist es wichtig, Modell­projekte zu initiieren, die „positive soziale Kontakte von Menschen mit Demenz“ stärken. Bedarf besteht auch an gesell­schaftlicher Aufklärung sowie der Unter­stützung der Angehörigen, um ein Verständnis für Demenz­symptome zu schaffen. In der Praxis scheitern allerdings viele Ansätze am Mangel an geschultem Personal und auch weiten Entfernungen und entsprechen­den Transport­möglichkeiten. „Trotzdem wäre es ein nächster wichtiger Schritt, konkrete praktische Möglich­keiten zu entwickeln, um die nach­weislich effektivsten psycho­sozialen Maßnahmen in die Demenz­versorgung zu integrieren“, schlussfolgern die Autorinnen.

Um Menschen mit Demenz ein möglichst langes selbstständiges und selbst­bestimmtes Leben in ihrem Zuhause zu ermöglichen, werden in der „Nationalen Demenz­strategie der Bundes­regierung“ bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt, die Betroffene besser in die Gesellschaft integrieren und Angehörige stärker unterstützen.

Die Studie des DZNE findet sich hier:

https://www.dzne.de/fileadmin/Dateien/editors/images/Standorte/Rostock-Greifswald/Rodriguez/LAB/Forschungsbericht_final.pdf

Informationen zum DZNE unter:

www.dzne.de

Zitiert nach einer Pressemitteilung des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 06.01.2022

Direkt springen zu:Direktsprung