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Darmkrebs: Versicherteninformationen zur Früherkennung werden sehr positiv bewertet

Aus der Sicht von anspruchsberechtigten Versicherten sind die Broschüren zur organisierten Darmkrebs-Früherkennung verständlich und informieren gut über den Ablauf der beiden verschiedenen Optionen: Darmspiegelung und Stuhltest. Zudem unterstützen sie die Entscheidung der Versicherten, ob sie das Früherkennungsangebot nutzen sollten oder nicht. Ähnlich äußerten sich auch Vertragsärztinnen und -ärzte. Sie gaben an, dass die Broschüren zur Darm­krebs-Früherkennung Frauen und Männer gut auf ein Beratungsgespräch vorbereiten. Zu diesen Ergebnissen kam eine Überprüfung der Versicher­ten­infor­mationen, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) veranlasst hatte. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheits­wesen (IQWiG) war vom G-BA mit der Überprüfung beauftragt worden; das IQWiG wiederum hatte externe Sachverständige bei der Überprüfung einge­bunden.

Weitere digitale Angebote werden geprüft
Nach Einschätzung des G-BA zeigen die Ergebnisse der Evaluation der Informationsmaterialen, dass bei unveränderten Screening-Abläufen aktuell keine Überarbeitung der Broschüren erforderlich ist. „Davon unabhängig prüft der G-BA die Möglichkeit, zusätzliche digitale Formate bereitzustellen, um den Wirkungsgrad der Informationen zu den Früherkennungsuntersuchungen des G-BA zu erhöhen. Beispielsweise, indem sich Versicherte an das Vorsorge­angebot erinnern lassen können oder bei der Terminvereinbarung digital unterstützt werden“, so Dr. Monika Lelgemann, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des zuständigen Unterausschusses Methodenbewertung.

Vorgehen des IQWiG beim Nutzertest
Für die Untersuchung stützte sich das IQWiG auf eine Online-Befragung von ca. 1.000 anspruchsberechtigten Frauen und Männern ohne Darmkrebshistorie, die in den letzten 12 Monaten von ihrer Krankenkasse die Materialien zur Darmkrebs-Früherkennung erhalten hatten und sich an diese erinnern konnten. Außerdem wurden 150 Vertragsärztinnen und Vertragsärzte verschiedener Fachrichtungen befragt. Abgerundet wurde die Befragung durch Gespräche mit Fokusgruppen, um den Bedarf für unterschiedliche Personengruppen zu ermitteln.

Bereits heute stehen die Broschüren zur organisierten Darmkrebs-Früherkennung auch digital auf der Website des G-BA zur Verfügung: für Frauen (PDF 327,28 kB), für Männer (PDF 289,17 kB) sowie als Exemplare in Leichter Sprache für Frauen (PDF 264,96 kB) und in Leichter Sprache für Männer (PDF 267,41 kB). Die Broschüren in Leichter Sprache sind zusätzlich über einen QR-Code auf den Broschüren abrufbar.

Rapid Report des IQWiG: Überprüfung der Informationsmaterialien zur organisierten Darmkrebs-Früherkennung

Weiterführende Informationen
Weitere Informationen finden Interessierte im Themenbereich Programm zur Früherkennung von Darmkrebs auf der G-BA-Website.

Zitiert nach einer Meldung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) am 14.02.2024

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