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Hitze-Aktionstag: Mehr Schutz für Menschen mit Demenz

Hitze nimmt in Deutschland zu und stellt eines der größten klimawandelbedingten Gesundheitsrisiken dar. Menschen im höheren Lebensalter sind besonders anfällig für gesundheitliche Probleme während hoher Temperaturen und Hitzewellen. Obwohl vielen bewusst ist, dass Hitzewellen Gesundheitsrisiken bergen, werden Maßnahmen zur Vorbeugung oft nicht konsequent umgesetzt oder die Gefahr nicht realistisch eingeschätzt.

Gerade Menschen mit Demenz sind bei großer Hitze besonders gefährdet. Mit fortschreitender Krankheit ist das Temperaturempfinden häufig eingeschränkt. An Demenz erkrankte sind oft auch einfach nicht in der Lage, angemessen auf die Hitze zu reagieren, zum Beispiel warme Kleidungsstücke auszuziehen oder sich in kühle Räume zurückzuziehen. Hier ist es besonders wichtig, dass Angehörige oder Pflegende die Situation im Blick haben. Aber dazu gehört auch, dass man gut über mögliche gesundheitliche Gefahren von Hitze und die Symptome von hitzebedingten Erkrankungen informiert ist.

Menschen mit Demenz bemerken Durst, Überhitzung oder körperliche Beschwerden häufig nicht oder können diese nicht mitteilen. Warnzeichen können unter anderem starke Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder trockene Haut sein. Darüber hinaus kann Hitze Desorientiertheit, Unruhe oder gesundheitliche Probleme verstärken. 

Tipps für Betroffene und Angehörige:

  • Regelmäßig kleine Mengen Wasser oder kühlen Tee trinken.
  • Wasserreiche Nahrung zu sich nehmen, z.B. Gurken, Wassermelone oder Erdbeeren.
  • Räume kühl halten und Vorhänge schließen.
  • Leichte, helle Kleidung bevorzugen.
  • Aktivität auf die kühleren Tageszeiten verlegen.

Achten Sie auf Zeichen der Überhitzung und reagieren Sie frühzeitig auf mögliche Warnsignale!

Quelle: Klima, Mensch, Gesundheit: Leitfaden für Menschen in höherem Lebensalter

Zitiert nach einer Pressemitteilung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. vom 11.06.2026.

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