Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Wenn gesellschaftliche Krisen zur Dauerbelastung werden: Neue Studie zeigt wachsende psychische Belastungen bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte

Menschen im mittleren und höheren Erwachsenenalter in Deutschland sind gegenüber gesellschaftlichen Krisen nicht dauerhaft widerstandsfähig. Eine neue Studie auf Basis des Deutschen Alterssurveys zeigt: Während frühere Krisen nur vorübergehende oder geringe Spuren im psychosozialen Wohlbefinden hinterließen, haben sich zentrale Wohlbefindensindikatoren seit 2021 deutlich verschlechtert.

Untersucht wurden depressive Symptome, Lebenszufriedenheit und Einsamkeit bei Menschen ab 40 Jahren in Deutschland. Zwischen 2014 und 2017 blieben diese Indikatoren weitgehend stabil. Auch nach der ersten Phase der COVID-19-Pandemie zeigten sich Hinweise auf eine Erholung: Einsamkeit und depressive Symptome stiegen zunächst an, näherten sich 2021 aber wieder dem Ausgangsniveau an.

Seit 2021 zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Die Lebenszufriedenheit sank, Einsamkeit nahm wieder zu, und depressive Symptome stiegen deutlich an. Besonders auffällig ist die Entwicklung im Jahr 2024: Der Anstieg depressiver Symptome fiel hier stärker aus als in den Jahren zuvor.

Die Studie ordnet diese Entwicklung in den Kontext der sogenannten Polykrise ein. Anders als bei zeitlich begrenzten Einzelkrisen geht es dabei um die anhaltende Überlagerung mehrerer gesellschaftlicher Belastungen: der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, Energieunsicherheit, Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und politische Polarisierung. Solche Belastungen bleiben nicht auf Politik und Wirtschaft beschränkt. Sie können den Alltag vieler Menschen prägen, Zukunftssorgen verstärken und psychische wie soziale Bewältigungsressourcen beanspruchen.

„Die Polykrise ist nicht nur eine Abfolge politischer und wirtschaftlicher Probleme. Sie kann zu einer dauerhaften Belastung des Alltags werden“, sagt Erstautor Oliver Huxhold. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Dauerbelastung inzwischen auch im psychosozialen Wohlbefinden sichtbar wird. Das ist gesellschaftlich bedeutsam: Wenn depressive Symptome zunehmen, Lebenszufriedenheit sinkt und Einsamkeit wächst, betrifft das nicht nur einzelne Personen. Es kann auch soziale Teilhabe, Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen.“

Die detaillierten Ergebnisse sind nachzulesen in: Huxhold, O., Klasen, L. J., Bünning, M., Gerstorf, D., Kelle, N. (2026). Psychosocial Trajectories in Germany Across a Decade of Societal Crises. The Journals of Gerontology, Series B: Psychological Sciences and Social Sciences, https://doi.org/10.1093/geronb/gbag125

Zitiert nach einer Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Altersfragen vom 03.07.2026.

Direkt springen zu:Direktsprung