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DGSM-Aktionstag „Erholsamer Schlaf“ – Sport und Schlaf

Regelmäßige Bewegung macht nicht nur fit – sie ist auch ein Schlüssel zu besserem Schlaf. Und umgekehrt gilt: Wer gut schläft, ist leistungsfähiger, regeneriert schneller und erzielt bessere sportliche Ergebnisse.

Diese wechselseitige Beziehung stellt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. (DGSM) in den Mittelpunkt ihres diesjährigen Aktionstags „Erholsamer Schlaf“ am 21. Juni 2026. Im Rahmen des Aktionstags werden verschiedene Aktivitäten durchgeführt, darunter ein Podcast und ein Webinar, um auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen.

PD Dr. Christian Veauthier, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Interdisziplinäres Schlafmedizinisches Zentrum Lutherstadt Wittenberg, betont:

„Schlaf ist nicht nur im Alltag wichtig, sondern auch im Leistungs- und Spitzensport.“

Besonders Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Walking – auch als aerobes Training bekannt – fördern die Schlafqualität nachhaltig. Doch auch Krafttraining, Intervalltraining oder High-Intensity-Training (HIT) wirken sich positiv aus. Entscheidend ist vor allem eines: regelmäßige Aktivität.

Regeneration beginnt im Schlaf

Ein wesentlicher Mechanismus liegt in den biologischen Abläufen während der Nacht. Schlafmediziner Veauthier erklärt:

„Wachstumshormon wird überwiegend zu Beginn des Nachtschlafes im Tiefschlaf gebildet. Ein hoher Anteil an Tiefschlaf geht mit höheren Wachstumshormon-Konzationen im Blut einher. Deswegen achten viele Besucher von Fitnessstudios bereits von sich aus auf ausreichenden Nachtschlaf.“

Doch auch Menschen mit Schlafstörungen profitieren. Insomnie-Patientinnen und -Patienten, die regelmäßig Sport treiben, schlafen schneller ein und sind nachts seltener wach.

Auf die Frage, ob vor dem Schlafengehen intensiv Sport getrieben werden sollte, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Die Studienlage ist hierzu uneinheitlich und teilweise widersprüchlich. Der Mindestabstand zwischen Sport und Schlaf sollte etwa eine Stunde betragen. Bei Ausdauersportarten wie Joggen reicht dies in der Regel aus, während bei Krafttraining größere Abstände sinnvoll sein können.

Veauthier erläutert:

„Es scheint so zu sein, dass sehr intensive abendliche Sporteinheiten bei Einzelnen Schwierigkeiten beim Einschlafen verursachen können. Manche Studien sprachen davon, dass man bis zu fünf Stunden Abstand zwischen sehr intensiven Sporteinheiten und dem Schlafengehen einhalten soll.“

Wie nicht erholsamer Schlaf die sportliche Leistung beeinflusst

Umgekehrt senkt Schlafmangel die Reaktionsfähigkeit, führt zu vermehrten Fehlern und verursacht während des Sports eine verminderte Belastbarkeit, schnellere Erschöpfung sowie häufiger auftretende Magen-Darm-Beschwerden.

Sportlerinnen und Sportler, die unausgeschlafen sind, zeigen eine geringere motorische Präzision und Koordination der Bewegungsabläufe. Zudem benötigen sie anschließend mehr Zeit zur Erholung und Regeneration.

Besonders im Spitzensport spielen zusätzlich Faktoren wie Jetlag, Zeitverschiebungen und Wettkampfstress eine entscheidende Rolle. Internationale Großereignisse wie die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 verdeutlichen, wie wichtig ein professionelles Schlafmanagement für den sportlichen Erfolg sein kann.

Hinweis: Sport verbessert den Schlaf – ersetzt aber keine Therapie

Sportliche Aktivität kann das Schlafvermögen nachweislich verbessern, etwa indem sie das Einschlafen erleichtert oder die Schlafqualität stabilisiert. Dennoch gilt: Die Ursachen von Schlafstörungen – insbesondere von Insomnien – sind meist vielschichtig und können durch Sport allein in der Regel nicht ausreichend bewältigt werden.

Die Fachgesellschaft empfiehlt daher bei anhaltenden Schlafproblemen eine weiterführende schlafmedizinische Abklärung.

Aktionstag „Erholsamer Schlaf“ am 21. Juni 2026

Mit ihrem jährlichen Aktionstag macht die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. (DGSM) auf die zentrale Bedeutung von Schlaf für die Gesundheit aufmerksam. Ziel ist es, Öffentlichkeit und Medien für die oft unterschätzte Rolle des Schlafs zu sensibilisieren und wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich zu vermitteln.

Unter dem diesjährigen Motto „Sport und Schlaf“ bietet die DGSM ein vielfältiges Programm, darunter:

  • Sonderfolge des Podcasts „Somnofunk“
  • Online-Talkrunde
  • Pressegespräch

Weitere Informationen:

DGSM-Aktionstag „Erholsamer Schlaf“ 2026

Zitiert nach einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V.

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