10.09.2026
Gerlach wirbt zum Welttag der Suizidprävention für offenen Umgang mit psychischen Belastungen
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach hat anlässlich des Welttags der Suizidprävention (10. September) dazu aufgerufen, psychische Belastungen nicht zu tabuisieren. Gerlach betonte am Donnerstag: „Psychische Krisen können jeden Menschen treffen. Deshalb ist es wichtig, dass wir hinschauen, zuhören und offen über psychische Belastungen sprechen. Wer Hilfe braucht, muss wissen: Niemand wird alleingelassen.“
Deutschlandweit wurden im Jahr 2024 rund 10.370 Suizide registriert, fast 70 mehr als im Jahr 2023. Die Ministerin unterstrich: „Hinter diesen Zahlen stehen persönliche Schicksale und großes menschliches Leid. Deshalb dürfen wir bei Prävention nicht nachlassen.“
Gerlach fügte hinzu: „Suizidprävention braucht verlässliche Strukturen – und zwar in ganz Deutschland. Deshalb ist es gut, dass der Bund einen neuen Anlauf für das Suizidpräventionsgesetz unternimmt. Menschen in einer schweren Krise müssen unabhängig von ihrem Wohnort schnell die richtige Unterstützung finden.“
Die Ministerin erläuterte: „Bayern hat mit den Krisendiensten ein starkes und flächendeckendes Hilfeangebot geschaffen. Darauf können sich die Menschen im Freistaat verlassen. In psychischen Krisen leisten die Krisendienste Bayern fachkundige Unterstützung. Diese sind bayernweit kostenlos und rund um die Uhr erreichbar – unter der einheitlichen Rufnummer 0800/6553000.“
Die Krisendienste Bayern leisten Krisenhilfe in mehr als 120 Sprachen und für gehörlose Menschen. Bei Bedarf können mobile Einsatzteams Betroffene auch vor Ort unterstützen.
Gerlach betonte: „Wir wollen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen erreichen. Dazu gehört, psychische Gesundheit zu stärken, Belastungen möglichst früh zu lindern und zugleich verlässliche Unterstützung in schwierigen Situationen anzubieten. Die psychische Gesundheit ist deshalb ein eigenes gesundheitliches Ziel in unserem Masterplan Prävention für Bayern. Sie sollte in allen Politikbereichen und gesellschaftlichen Handlungsfeldern stärker berücksichtigt werden.“
Ein besonderes Augenmerk legt Bayern auf junge Menschen. Der Freistaat fördert unter anderem das beim Nürnberger Caritasverband angesiedelte Suizidpräventionsangebot [U25] Nürnberg. Dort beraten speziell geschulte junge Ehrenamtliche Gleichaltrige in psychischen bzw. suizidalen Krisensituationen kostenlos, vertraulich und mit professioneller fachlicher Begleitung.
Die Ministerin erläuterte: „Gerade junge Menschen müssen wir dort erreichen, wo klassische Hilfe- und Beratungsangebote manchmal an Grenzen stoßen. Niedrigschwellige Angebote wie [U25] können eine wichtige Brücke sein und Mut machen, sich frühzeitig Unterstützung zu holen.“
Weitere Informationen zu Hilfeangeboten, Projekten und Maßnahmen stehen unter www.stmgp.bayern.de/vorsorge/psychische-gesundheit/ zur Verfügung.
Informationen zu den Krisendiensten Bayern sind unter krisendienste.bayern verfügbar.
Nach einer Meldung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention vom 10.09.2026.




