17.09.2026
Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach setzt sich für eine verstärkte Teilhabe von Menschen mit Demenz ein. Gerlach betonte am Donnerstag zum Start der siebten Bayerischen Demenzwoche am 18. September: „Menschen mit Demenz gehören in die Mitte unserer Gesellschaft. Deshalb veranstalten wir jährlich die Bayerische Demenzwoche, um für die besonderen Herausforderungen für Betroffene und deren Umfeld zu sensibilisieren. Gleichzeitig zeigen wir mit vielfältigen Aktionen konkret Wege auf, wie demenzsensible Strukturen in den Alltag integriert werden können.“
Die Bayerische Demenzwoche läuft bis zum 27. September und wird von zahlreichen Akteuren und Kooperationspartnern mit Veranstaltungsangeboten unterstützt. Ziel ist es, das Thema Demenz durch Aktionen, Vorträge und Initiativen erlebbar zu machen und Unterstützungsangebote vorzustellen.
Die Ministerin erläuterte: „Die Veranstaltungen der Bayerischen Demenzwoche haben inzwischen eine sehr große Bandbreite erreicht: von Teilhabe- und Wohlfühlangeboten wie Massagekursen und „Pilgern trotzDEM“, die den gemeinsamen Alltag und das Miteinander stärken, bis hin zu Veranstaltungen für Kinder und Familien, die Verständnis für Demenz und die damit verbundenen Veränderungen wecken. Sämtliche Veranstaltungen können über unseren Online-Veranstaltungskalender eingesehen werden. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, an Veranstaltungen aus dem vielfältigen Programm teilzunehmen – online oder auch vor Ort.“
Die Angebote können über den Veranstaltungskalender nach unterschiedlichen Themenschwerpunkten sowie nach Online- und regionalen Präsenzveranstaltungen gefiltert werden.
Gerlach ergänzte: „Bislang sind über 2400 Anmeldungen für Veranstaltungen eingegangen – ein neuer Rekord! Damit hat sich die Bayerische Demenzwoche zu einer der größten Community-Veranstaltungen in Bayern entwickelt – das ist ein großartiger Erfolg und wir sehen bereits konkrete Effekte: Nach der Demenzwoche gibt es eine besonders hohe Nachfrage nach Demenzscreenings – das Thema wird also für viele präsenter. Das ist wichtig, denn die Zahl der Demenzerkrankten wird Experten zufolge weiter steigen – auf voraussichtlich rund 380.000 bis 2040 in Bayern. Darauf müssen wir als Gesellschaft vorbereitet sein.“
Die Bayerische Demenzwoche ist Teil der Bayerischen Demenzstrategie, die die Staatsregierung 2013 als eines der ersten Bundesländer Deutschlands ressortübergreifend beschlossen und im Rahmen des 2020 geschlossenen Bayerischen Demenzpakts mit vielen Partnern weiterentwickelt hat. Neben bayerischen Staatsministerien sind auch Kommunen, Kirchen, die Zivilgesellschaft, Kassen, Kammern, private Träger sowie Wohlfahrts- und Betroffenenverbände starke Partner bei der Umsetzung der Bayerischen Demenzstrategie.
Die Ministerin fügte hinzu: „Mithilfe des Bayerischen Demenzpakts konnten wir bereits wichtige Strukturen zur Teilhabe und Unterstützung von Betroffenen und deren Angehörigen schaffen. Diese umfassen etwa die Fachstellen für Demenz und Pflege, den Bayerischen Demenzfonds sowie demenzsensible Strukturen in unterschiedlichen Lebensbereichen.“
Nach einer Meldung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention vom 17.09.2026.




