Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

Demenz vorbeugen: Warum soziale Kontakte wichtig für die Gehirngesundheit sind

Alleinsein kann guttun. Einsamkeit belastet hingegen – besonders, wenn sie länger anhält. Anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September veröffentlicht die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI) den dritten Teil ihrer dreiteiligen Presseserie zur Demenzprävention. Im Mittelpunkt stehen diesmal soziale Kontakte, Einsamkeit und Depressionen sowie die Frage, warum seelische Gesundheit auch für die Gehirngesundheit wichtig ist.

Laut der Lancet Commission 2024 zählen Depressionen und soziale Isolation zu den 14 modifizierbaren Risikofaktoren für Demenz. Dem Bericht zufolge könnten weltweit theoretisch rund 45 Prozent der Demenzfälle verzögert oder verhindert werden, wenn alle diese Risikofaktoren gezielt angegangen würden. Einsamkeit oder Depressionen führen jedoch nicht automatisch zu Alzheimer oder einer anderen Demenz. Sie können aber die Gehirngesundheit belasten und sollten ernst genommen werden.

„Soziale Kontakte fordern unser Gehirn: Wir hören zu, reagieren, erinnern uns, planen und tauschen uns aus. Wenn Menschen sich dauerhaft einsam fühlen oder sich zurückziehen, fehlen diese Anregungen. Auch depressive Symptome sollten nicht abgetan, sondern medizinisch abgeklärt und behandelt werden“, erklärt Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin der Abteilung Wissenschaft der AFI.

Wie hängen Einsamkeit, Depressionen und das Demenzrisiko zusammen?

Einsamkeit, soziale Isolation und Depression sind eng miteinander verbunden, aber nicht dasselbe. Einsamkeit beschreibt ein belastendes Gefühl, bei dem Menschen ihre sozialen Beziehungen als nicht ausreichend oder nicht erfüllend erleben. Soziale Isolation bezeichnet dagegen eher den tatsächlichen Mangel an Kontakten. Depressionen sind Erkrankungen, die mit anhaltender Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Erschöpfung und Rückzug einhergehen können.

Wer sich einsam fühlt oder depressiv ist, zieht sich möglicherweise weiter zurück. Dadurch fehlen Gespräche, gemeinsame Aktivitäten und Anregungen im Alltag. Umgekehrt können fehlende Kontakte und Unterstützung die seelische Gesundheit zusätzlich belasten. Deshalb sollten Einsamkeit und depressive Symptome ernst genommen werden. Sie sind keine persönliche Schwäche und sollten auch im höheren Alter nicht als „normal“ abgetan werden. Wer über einen längeren Zeitraum hinweg niedergeschlagen ist, sich zurückzieht und kaum noch Freude empfindet, sollte ärztlichen oder psychotherapeutischen Rat suchen.

Warum Einsamkeit entstehen kann

Kaum jemand sucht sich die Einsamkeit selbst aus. Oft sind es Veränderungen im Leben, die sich auch auf das soziale Umfeld auswirken, wie beispielsweise der Auszug der Kinder, der Eintritt in den Ruhestand, eine Erkrankung, ein Umzug, eine Trennung oder der Tod eines nahestehenden Menschen. Solche Einschnitte können gewohnte Kontakte verändern oder gar abbrechen lassen.

Der Aufbau neuer Kontakte ist oft leichter gesagt als getan. Viele Menschen haben das Gefühl, andere seien bereits gut eingebunden und hätten keinen Bedarf an neuen Begegnungen. Doch soziale Beziehungen verändern sich im Laufe des Lebens immer wieder. Auch andere Menschen durchlaufen Übergänge, erleben Verluste oder beginnen neue Lebensphasen. Wer den ersten Schritt macht, erlebt deshalb oft mehr Offenheit als erwartet.

Zunächst kann es hilfreich sein, zu überlegen, was genau fehlt: vertrauliche Gespräche, gemeinsame Unternehmungen, ein regelmäßiger Termin in der Woche oder das Gefühl, gebraucht zu werden. Wer besser einschätzen kann, welche Art von Kontakt fehlt, findet leichter passende Möglichkeiten.

Was gegen Einsamkeit helfen kann

Es gibt nicht die eine große Lösung gegen Einsamkeit. Oft sind es kleine Schritte, die wieder mehr Verbindung in den Alltag bringen. Ein erster Schritt kann darin bestehen, alte Kontakte aufzufrischen, indem man frühere Bekannte, Freundinnen, Freunde oder Arbeitskolleginnen und -kollegen anruft oder ihnen schreibt. Auch die Nachbarschaft kann wichtig sein: Ein kurzes Gespräch im Hausflur, Unterstützung beim Einkauf oder ein gemeinsamer Spaziergang können Nähe entstehen lassen.

Viele Menschen finden über gemeinsame Interessen neue Kontakte. Kurse, Sportgruppen, Chöre, Vereine, Kirchengemeinden, Seniorentreffs oder Volkshochschulen bieten Gelegenheiten, regelmäßig mit anderen zusammenzukommen. Auch ein Ehrenamt kann dabei helfen. Wer sich engagiert, erlebt Gemeinschaft und hat zugleich das Gefühl, etwas Sinnvolles beizutragen. Digitale Angebote können ebenfalls ein Einstieg sein, besonders wenn die Mobilität eingeschränkt ist oder es vor Ort keine passenden Angebote gibt. Über soziale Medien, Nachbarschaftsplattformen oder Online-Gruppen lassen sich Menschen mit ähnlichen Interessen finden. Sie können persönliche Begegnungen ergänzen und manchmal den ersten Schritt erleichtern.

„Neue Kontakte entstehen selten auf Knopfdruck. Deshalb sollte man sich nicht entmutigen lassen, wenn es nicht sofort klappt. Entscheidend ist, dranzubleiben und Angebote zu suchen, die zur eigenen Lebenssituation passen“, erklärt Pfitzer-Bilsing.

Quellen: 

Livingston, Gill, et al. "Dementia prevention, intervention, and care: 2024 report of the Lancet standing Commission." The Lancet 404.10452 (2024): 572-628.
Sommerlad, Andrew, et al. "Social participation and risk of developing dementia." Nature Aging 3.5 (2023): 532-545.

Nach einer Meldung der Alzheimer Forschung Initiative e.V. vom 15.09.2026.

Direkt springen zu:Direktsprung